Das Ehrenamt, die Seele des SAC

Abgesehen von den Angestellten der Geschäftsstelle, basiert jede Aktivität des SAC auf dem Ehrenamt. Egal, ob man sich zugunsten der Sektion oder des Zentralverbands engagiert, die Devise ist immer dieselbe: Man stellt seine Zeit und seine Fähigkeiten anderen zur Verfügung, gratis. Dieses Engagement ist Teil der Kultur unseres Clubs, die Mitglieder begnügen sich nicht bloss damit zu konsumieren. Im Gegenteil, sie tragen einen grossen Teil zu unseren Aktivitäten bei. Wie in einer Seilschaft sind wir miteinander solidarisch. Unser aller Ziel ist es, in die Berge zu gehen, egal, was jeder und jede genau darunter versteht. Seien es einfache Wanderungen oder ambitionierte Klettereien, all dies kann der SAC nur anbieten dank den vielen, die sich im Hintergrund engagieren. Man kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, dass die Kultur des Ehrenamts weiterhin besteht. Würde sie nämlich verschwinden, hätte der SAC grosse Probleme.

Als Frau bedauere ich es aber, dass andere Frauen sich nicht mehr für die Organisation unseres Clubs engagieren, sei es in den Sektionen oder im Zentralverband. Der Verband hat 2008 die « Gender»-Studie zu diesem Problem erarbeiten lassen. Sie zeigte, dass die Frauen oft auf ein Engagement verzichten, weil sie Angst davor haben, nicht zu genügen, oder weil ihnen wegen der familiären Belastung schlicht die Zeit fehlt. Auch wenn die Statistik unter den Mitgliedern einen Frauenanteil von einem Drittel ausweist, sind wir Frauen noch weit davon entfernt, diesen Anteil auch in den verschiedenen leitenden Organen zu erreichen.

Nach acht Jahren im Zentralvorstand ziehe ich mich nun zurück. Es ist Zeit, Merci für die einmalige und bereichernde Erfahrung zu sagen: dem SAC und allen Freiwilligen, die in den vier Kommissionen gearbeitet haben, die ich im ZV vertreten durfte.

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