Das neue SAC-Jahresprogramm

Das beigelegte SAC-Jahresprogramm 2000 kommt nicht nur in einem neuen, attraktiven Layout daher, sondern beinhaltet auch neue Angebote.

Wichtig für alle aktiven und künftigen Jugendleiterinnen und -leiter: Schaut Euch unbedingt das völlig neu konzipierte Kapitel « Ausbildung » an. Sämtliche Aus- und Weiterbildungskurse können von aktiven Jugendlei-tern zum subventionierten Kurspreis besucht werden. Der/Die JO- bzw. KiBe-Chef/in muss aber auf dem Anmeldeformular die aktive Leitertätigkeit in der JO bzw. im KiBe bestätigen.

Achtung!

Für Schnellentschlossene Für Jugendliche und Jugendleiter finden zwei Kurse bereits im November und Dezember 1999 statt ( vgl. Jahresprogramm 2000, S. 38/39 ) Einführungskurs Steileisklettern Datum: 27728.11.1999 Neu! Snowboard-Freeride-Camp mit Lawinenausbildung Datum: 1O. bis 12.12.1999 Markus Ruff, Jugendbeauftragter Siegerehrung Kategorie Jugend B: der alte und neue Weltmeister Roman Felix ( Courmayeur, I )

nd ettkampf klettern

bei gilt es aus Schweizer Sicht vor allem Roman Felix ( Rothenbrunnen ) hervorzuheben, der den Europacup in seiner Alterskategorie dominiert und seinen Weltmeistertitel überlegen verteidigte.

Sieben lange Monate mussten die Kletterinnen und Kletterer der Ju-gend- und Junior/innen-Kategorien warten, bis auch für sie die internationale Wettkampfserie 1999 be-gann.1 Dafür wartete ein dicht ge-packtes Programm auf sie: Nach einer'Für die Elite-Athleten hatten bis Ende Juni bereits drei Weltcups stattgefunden.

Siegerehrung Kategorie Juniorinnen: Bronzemedaillen-Gewinnerin Alexandra Eyer ( Courmayeur, I ) intensiven Vorbereitungszeit mit zahlreichen gemeinsamen National-mannschaftstrainings galt es, innerhalb von bloss acht Wochen an drei internationalen Wettkämpfen sowie zusätzlich an der Schweizer Meisterschaft in Chiasso teilzunehmen.

Neue Ausgangslage für das Nachwuchsteam Da eine Alterskategorie immer zwei Jahrgänge umfasst, startet ein Teil der Nachwuchs-Athletinnen und Athleten in der nächsten Saison in der neuen, nächsthöheren Kategorie.. " " .Vor dem ersten Wettkampf eines Jahres lassen sich deshalb die Stärkever-hältnisse nur schwer abschätzen. Dies betrifft vor allem die Jugendkategorien A und B, in denen sich die Leistungsdichte kurzfristig wesentlich verändert, da die Athletinnen und Athleten oft grosse altersspezifische Wachstums- und Entwicklungsschübe « durchleben ».

berechenbar », da im Altersspektrum zwischen 16 und 17 Jahren die grössten körperlichen Entwicklungsprozesse stattfinden und sich das aktuelle Leistungsvermögen in kurzer Zeit schnell verändern kann.

Attraktive B-Kategorie Die Jugend-B-Kategorie ( 14/15 Jahre ) zählt sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen mittlerweile zu den attraktivsten Kategorien für die Zuschauer, und für die Trainer/in-nen und Routenbauer bietet diese Altersklasse eine echte Herausforderung. Hier kommt auch die konsequente Nachwuchsförderung der verschiedenen nationalen Verbände zum Tragen, was zur Folge hat, dass die B-Jugendlichen ihre idealen physischen und psychischen Leistungs- Junioren: höhere Leistungsdichte Zur Junioren-Kategorie ( Jahrgänge 1980/81 ), in der die beiden Schweizer Leistungsträger Manuel Hassler ( Biel ) und Raphael Lâchât ( Porrentruy ) starten, sind leistungsstarke Kletterer aus der letztjährigen Jugend-A-Kategorie gestossen, was zur Folge hat, dass die betreffende Kategorie in dieser Saison eher stärker einzustufen ist.

Unberechenbare A-Kategorie Die Jugend-A-Kategorie gilt bei beiden Geschlechtern als relativ « un- voraussetzungen optimal einsetzen können. Sowohl im Europacup in Imst als auch in Bern-Niederwangen sowie an den Weltmeisterschaften in Courmayeur hätten die Siegerin und der Sieger dieser Kategorie problemlos mit den bis 5 Jahre älteren Teil-nehmer/innen mithalten können. Es waren dies bei den Mädchen Natalia Gros aus Slowenien und bei den Jungen Roman Felix aus Rothenbrunnen.

Verteidigung des Weltmeister-titels durch Roman Felix Roman Felix, der im vergangenen Jahr äusserst erfolgreich ins internationale Wettkampfgeschehen eingestiegen war, vermochte nahtlos an diese Erfolge anzuknüpfen und konnte alle internationalen Wettkämpfe sowie die im selben Zeitraum stattfindende Schweizer-Meister-schaft ( wo er in der Junioren-Katego-rie startete ) souverän gewinnen. Mit Unsere Equipe Suisse: Lachende Gesichter nach einem anstrengenden Wettkampf!

1. Raphaël Lâchât 2. Hélène Maure 3. Weltmeister Roman Felix 4. Bronzemedaillen-Gewinnerin Alexandra Eyer 5. Cédric Lâchât 6. Simon Anthamatten 7. Gaby Madiener, Chefin Leistungssport ( Delegationsleitung ) 8. Hanspeter Sigrist, Nationaltrainer 9. Manuel Hassler 1O. Andrea Lüthi 11. Raphael Möhr 12. Martin Siegrist 13. Jürg Gwerder ( Jugend-und Junioren-Coach ) 14. Jérôme Häni 15. Martin Jaggi Sport- und Wettkampf klettern Roman Felix in der 35 m langen und 20 m überhängenden Finalroute, die er sicher und « mit viel Reserven » klettern konnte ( Courmayeur, I )

SAC erhält Sportkletter-WM 2001!

Anlässlich ihrer Generalversammlung in Athen hat die UIAA den SAC mit der Organisation der Sportkletter-WM 2001 betraut. Diese wird vom 11.16. September 2001 in Biel stattfinden. Damit erhält die Schweiz wieder einmal Gelegenheit, einen internationalen Grossanlass durchzuführen, was die dynamische Entwicklung und die Popularität des Sportkletterns weiter fördern wird.

Samuel Estoppey, Ressortleiter Leistungssport Scheinbar ohne jeglichen Krafteinsatz durchstieg er flüssig die 45 komplexe Kletterzüge umfassende Route im Schwierigkeitsgrad 8a+ ( 10- ) bis zum letzten Griff. Er demonstrierte dabei eine Bewegungsqualität, die am besten mit körperlicher Intelligenz umschrieben werden kann. Sein Klettern wird dabei von einer motorischen Klugheit bestimmt, die Tempo, Rhythmus, Dynamik, Muskelspannung, Kraft und Ruhe in idealer Weise kombiniert. Wenn ein Kletterer wie Roman Felix seine Sportart beherrscht, zieht sich das Bewusstsein zurück, ein Körpergefühl übernimmt die Steuerung und wählt aus einer Vielzahl von Bewegungsmöglichkei-ten instinktiv die richtige Bewegung. Erst wenn die Route zu Ende geklettert ist oder es zum Sturz kommt, scheint Roman Felix aus diesem Zustand der totalen Harmonie und Konzentration aufzuwachen und zu realisieren, was für eine Leistung er eben vollbracht hat.

Wohin der Weg des 15jährigen Roman noch führen wird, ist weder abzuschätzen noch sind Spekulationen angebracht. Von Bedeutung der Verteidigung seines im letzten Jahr in Moskau gewonnenen Welt-meistertitels vermochte er sein erstes Jahresziel zu erreichen und sein aussergewöhnliches Talent international zu bestätigen. In der Finalroute des Europacups von Bern-Niederwangen, der nach 1996 und 1997 bereits zum dritten Mal im Kletterzentrum Magnet durchgeführt wurde, zeigte er eine ausgezeichnete Leistung.

wird sein, dass der Schlüssel zu seinem Erfolg beibehalten werden kann: Dieser liegt in erster Linie im unmittelbaren Kreis seiner Familie, in seiner Trainingsgruppe in Chur, die von Werner Brasser hervorragend betreut wird, sowie in der Equipe Suisse. Seine Teamkolleginnen und -kollegen werden durch seine aussergewöhnlichen Leistungen zusätzlich motiviert und machen ebenfalls grosse Fortschritte.

Vielversprechende Leistungsträger Cédric Lâchât aus Porrentruy konnte sowohl in Imst als auch in Bern aufgrund beeindruckender Leistungen jeweils mit dem dritten Rang einen der begehrten Podestplätze belegen. An den Weltmeisterschaften in Courmayeur scheiterte er, gemeinsam mit vier weiteren Finalisten, nach souveräner Finalqualifikation an einem für seine Körpergrösse zu weiten Zug, was den undankbaren 8. Schlussrang bedeutete.

Mehr Glück als Céderic Lâchât hatte in Courmayeur sein Bruder fResultate Jugend- und Junioren-Europacup tmst ( 1 G./11. Juli 1999 ) Jugend B männlich 1. Roman Felix, Sekt. Piz Platta 2. Marcin Wszolek, POL 3. Cédric Lâchât, Sekt. Jura Jugend A männlich 1. Tomaz Valjavec, SLO 2. Jérôme Pouvreau, FRA 3. Kilian Fischhuber, A 7. Martin Jaggi, Sekt. St. Gallen 15. Simon Anthamatten, Sekt. Zermatt 3O. Mario Gysi, Sekt. Rätia 32. Jérôme Häni, Sekt. Carougeoise Jugend A weiblich ( keine Schweizerinnen am Start ) 1. Barbara Bacher, A 2. Nastja Guzzi, SLO 3. Elsa Fontanez, FRA Jugend B weiblich ( keine Schweizerinnen am Start ) 1. Natalia Gros, SLO 2. Barbara Schranz, A 3. Katarzyna Dcugosz, POL fResultate Europacup Bern ( 14./15. August 1999 ) Jugend B männlich 1. Roman Felix, Sekt. Piz Platta 2. Remy Samyn, FRA 3. Cédric Lâchât, Sekt. Jura Jugend A männlich 1. Jérôme Pouvreau, FRA 2. Adam Dewhurst, GB 3. Tomaz Valjavec, SLO 12. Martin Jaggi, Sekt. St. Gallen 15. Jérôme Häni, Sekt. Carougeoise 19. Simon Anthamatten, Sekt. Zermatt 22. Ivan Klarer, Sekt. Säntis 26. Reto Hug, Sekt. Piz Soi 29. Tristan Cordonier, Sekt. Diablerets Jugend B weiblich 1. Natalia Gros, SLO 2. Barbara Schranz, A 3. Katarzyna Dcugosz, POL 1O. Hélène Maurer, Sekt. Genevoise 12. Nadège Nassivera, Sekt. Jura 14. Andrea Lüthi, Sekt. Altels 2O. Coralie Monnay, Sekt. Carougeoise Jugend A weiblich 1. Isabella Ritsch, A 2. Barbara Bacher, A 3. Nastja Guzzi, SLO 15. Livia Mancino, Sekt. Carougeoise {Resultate Weltmeisterschaft Courmayeur ( 3.5. September 1999 Jugend B männlich 1. Roman Felix, Sekt. Piz Platta 2. Adam Stack, USA 3. Remy Samyn, FRA 8. Cédric Lâchât, Sekt. Jura Jugend A männlich 1. Tomaz Valjavec, SLO 2. MykhailoShalahin, UKR 3. Kilian Fischhuber, A 27. Simon Anthamatten, Sekt. Zermatt 29. Martin Jaggi, Sekt. St. Gallen 51. Jérôme Häni, Sekt. Carougeoise Jugend B weiblich 1. Natalia Gros, SLO 2. Katarzyna Dcugosz, POL 3. Nadine Ruh, GER 12. Andrea Lüthi, Sekt. Altels 24. Hélène Maurer, Sekt. Genevoise Jugend A weiblich ( keine Schweizerinnen am Start ) 1.01ha Shalahina, UKR 2. Sandrine Levet, FRA 3. Barbara Bacher, A Raphaël, der mit dem hervorragenden 5. Rang in der Juniorenkonkur-renz sein bisher bestes internationales Wettkampfergebnis erreichte.

Bronzemedaille für Alexandra Eyer In einem starken Teilnehmerin-nenfeld mit zahlreichen Athletinnen mit Weltcuperfahrung konnte die Zürcherin Alexandra Eyer in der technisch anspruchsvollen Finalroute dank einer sehr konzentrierten Leistung bis auf die drittbeste Höhe klettern und damit der mit 12 Athletinnen und Athleten angetretenen Equipe Suisse die zweite Medaille an den diesjährigen Weltmeisterschaften sichern.

Hanspeter Sigrist, Nationaltrainer SAC

litteilungen 1er Clubleitung

Zomunicazioni

Jella direzione del club

Zommunications

Je la direction du club

Junioren 1. Flavio Crespi, I 2. Alexander Meikl, A 3. Patxi Usobiaga, ESP 8. Manuel Hassler, Sekt. Pierre Pertuis 11. Raphaël Lâchât, Sekt. Jura

Schenken bereitet Freude!

Natürlich mit dem neuen SAC-Geschenkgutschein Der neue Gutschein ist für alle Dienstleistungen und Waren aus dem SAC-Angebot des Zentralverbands ( SAC-Boutique, SAC-Jahrespro-gramm, SAC-Verlag ) und in den SAC-Hütten gültig. Der Wert des Gut-scheins kann frei bestimmt werden. Der Verkauf und das Abrechnen der SAC-Gutscheine, die jeweils zwei Jahre gültig sind, erfolgen über die Geschäftsstelle in Bern.

Sie können schriftlich bei der SAC-Geschäftsstelle, Postfach, 3000 Bern 23, oder telefonisch unter der Nummer 031/370 18 18 bestellt werden. Den bestellten Gutscheinen liegt ein Einzahlungsschein bei.

Gem. Mtlg. 27 Juniorinnen 1. Katarina Stremfelj, SLO 2. Carole Pertignet, FRA 3. Eva Tusar, SLO 7. Stéphanie Louis, Sekt. Carougeoise Junioren 1. Alexander Meikl, A 2. Flavio Crespi, I 3. Yves Hasbani, FRA 4. Manuel Hassler, Sekt. Pierre Pertuis 7. Raphael Lâchât, Sekt. Jura 12. Raphael Möhr, Sekt. Rätia 13. Martin Siegrist, Sekt. Baselland Juniorinnen 1. Carole Pertignet, FRA 2. Katarina Stremfelj, SLO 3. Eva Tusar, SLO 4. Alexandra Eyer, Sekt. Uto 6. Stéphanie Louis, Sekt. Carougeoise Der neue SAC-Geschenk-gutschein ist für Angebote des Zentralverbands und in den Hütten gültig.

Junioren 1. Flavio Crespi, I 2. Yves Hasbani, FRA 3. Patxi Usobiaga, ESP 5. Raphaël Lâchât, Sekt. Jura 1O. Manuel Hassler Sekt. Pierre Pertuis 18. Martin Siegrist, Sekt. Baselland 36. Raphael Möhr, Sekt. Rätia Juniorinnen 1. Delphine Martin, FRA 2. Eva Tusar, SLO 3. Alexandra Eyer, Sekt. Uto I Wissenschaft und Bergwelt i Scienza e mondo alpino i Science et montagne Martin Hoelzle, Daniel Vonder Müh111 und Max Maisch2

Kurzfassung des 119. Berichts der Glaziologischen Kommission der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften ( GK/SANW ) und der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie ( VAW/ETHZ )

Einleitung

Repräsentativität des Schweizerischen Gletschermessnetzes

Beim Schweizerischen Gletschermessnetz stellt sich die berechtigte Frage nach der Repräsentativität der vorhandenen Stichprobe ( >100 ) zur Gesamtmenge ( >2000 ). Bei der Gründung dieses Messnetzes wurde darauf nicht besonders Wert gelegt. Man konzentrierte sich aus verständlichen Gründen auf die gut zugänglichen Gletscher. Diese gehören zu den mittleren und grossen Gletschern der Schweiz, was bedeutet, dass diese Gletscher in unserem Messnetz übervertreten sind. Die Frage nach der Repräsentativität der vorhandenen Stichprobe

1 M. Hoelzle, D. Vonder Müh]]: Glaziologische Kommission der SANW Lind Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie ( VAW|, ETH Zürich 2 M. Maisch: Glaziologische Kommission der SANW und Geographisches Institut der Universität Zürich

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