«Die Alpen», Spiegel des SAC

Sie halten nun die vierte Ausgabe unserer Zeitschrift « Die Alpen » mit neuer Gestaltung in den Händen. Zeit für eine kleine Würdigung. Die Neukonzeption ist gelungen – sie ist sogar sehr gut gelungen. Es war keine leichte Aufgabe, die sich stellte, waren doch bei der Leserumfrage Ende 2008 die meisten Leserinnen und Leser mit dem Heft mehrheitlich sehr zufrieden. Es ging also darum, ein erfolgreiches Produkt der Zeit anzupassen, ohne dabei Bewährtes über den Haufen zu werfen. Jetzt kommt das Layout frischer und moderner daher, und auch inhaltlich gibt es einige neue Akzente. « Die Alpen » bleiben sich aber bezüglich Themenbreite und Gewichtung der Bilder treu. Sie widerspiegeln damit ein Stück weit auch die Entwicklung des SAC. Auch im SAC ging und geht es immer wieder darum, den Club der Zeit anzupassen – offen zu sein für Neues und Bewährtes zu bewahren – das ist eine nicht immer einfache Herausforderung. Ein zweites Beispiel: Wie entsprechen wir in den SAC- Hütten den Komfortansprüchen der heutigen Zeit und bewahren gleichzeitig den Charakter der einfachen Gebirgsunterkunft? Sicher – wir verabschieden uns nach und nach vom Plumpsklo und von Schlafräumen mit 20 und mehr Schlafplätzen. Nach wie vor gibt es aber Kajüttenbetten, Gemeinschaftswaschräume und die Gäste stellen das Geschirr nach dem Essen selber weg – Merkmale einer einfachen Unterkunft. Ein drittes Beispiel: Der SAC, eigentlich von Bergsteigern, mit dem Ziel die Alpen zu erforschen, gegründet, wurde im Laufe der Zeit immer wieder mit neuen Bergsportarten konfrontiert. Die noch relativ junge Kletterszene in den Städten, welche vornehmlich die Hallen frequentiert, hat in unserem Verband einen Platz gefunden. Genau so wie die Skitouristen zu Beginn des 2O. Jahrhunderts. Der SAC hat diese Herausforderungen erfolgreich bewältigt. Ich bin überzeugt, dass er sie auch in Zukunft bewältigen wird. Wenn er Veränderungen so angeht, wie das mit der Neukonzeption unserer Zeitschrift geschehen ist. Auf einer Bergwanderung ist mir kürzlich folgende Inschrift begegnet: « Am guten Alten in Treue halten, am kräftigen Neuen sich stärken und freuen ». Ich wünsche Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, ein gutes Jahresende und frohe Festtage.

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