Die Berge sind stumme Meister, sie brachten schon manchen zum Schweigen

Spaltenstürze, abbrechende Wechten, Steinschlag, tödliche Abseilfehler: 39 Bergunfälle hat der ehemalige Bergführer Hansruedi Näf im vorliegenden Buch gesammelt. Was es bedeutet, am Berg zu Schaden zu kommen, weiss der Autor aus eigener schmerzvoller Erfahrung: 1981 rutschte er an der Fergensüdwand auf einer Führungstour aus. Seither ist er querschnittgelähmt. In seinen spannend, aber nie reisserisch erzählten Geschichten wirft er denn auch immer wieder die Frage nach dem Warum auf, verzichtet aber auf Urteile. Ziel des Buches sei es, den Verstorbenen eine würdige, sachliche Darstellung ihrer Schicksale zu widmen, schreibt er im Vorwort – mit seiner lakonischen, nie ins Dramatische kippenden Erzählweise ist ihm das gelungen.

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