Die umgebaute Albignahütte

Ursprünglich war 1991 geplant, die kleine Küche zu erweitern; im Verlauf der weiteren Planung wurde schliesslich die ganze Hütte einbezogen. Heute ist daraus ein Hüttenkomplex entstanden, der die alten Teile sehr geschickt einbezieht und damit nicht nur gegen aussen, sondern ebenso auch im Innern ein neues und harmonisches Ganzes bildet.

Gute Voraussetzungen Die der Sektion Hoher Rohn gehörende Albignahütte ( 2333 m ) befindet sich im Bergell ( GR ) eine knappe Wegstunde von der Endstation ( ca. 2060 m ) der zum Albigna-Stausee führenden Seilbahn auf einer Geländeschulter des Piz dal Päl. Von der Hütte aus bietet sich ein prächtiger Rundblick, insbesondere auf die vielen, bis zu ca. 3400 m hohen Granitgipfeln, die den LäghSee ) und den VadrecGletscher ) da l' Albigna hufeisenförmig umsäumen. Der bequeme Zugang, eine breites Angebot von Bergwanderungen mitsamt einer über den

1 Die Albignahütte der SAC-Sektion Hoher Rohn verfügt über 96 Schlafplätze in 10 Zimmern mit 4 bis 16 Kajütenbetten sowie 10 bis 12 zusätzliche Notschlafplätze. Es handelt sich um eine eigentliche Sommerhütte, ideal für Kletter-, Hoch- und Bergwandertouren ( Cacciabellapass ). Frühzeitige Reservationen beim Hüttenchef Karl Rusterholz, Tel. 01/780 00 74; kurzfristige Reservationen direkt bei den Hüttenwarten Michele und Manuela Marazzi, Tel. Hütte 081/822 14 05; Tel.. " " .P 081/822 14 30.

Fo to s: eg DIE ALPEN 11/2001

Cacciabellapass führenden Erlebnistour und die vielfältigen alpinistischen Möglichkeiten, die vom Sportkletterangebot bis zu kombinierten Bergfahrten alles beinhalten, machen die Hütte für ein breites Besucherspektrum attraktiv.

Modern, geräumig und handwerklich perfekt Beim Eintritt in den mit seinen Granit-Bruchsteinmauern sich gut in die Landschaft einfügenden Hüttenkomplex fallen als Erstes die durchgehend grosszügigen Raumverhältnisse ins Auge: im Eingangsraum mit vielen Ablage- und Sitz-möglichkeiten, im Sektor Küche und Gaststuben, im Bereich der Sanitäranlagen und in den Schlafräumen mit den Achter- bis Zwölferzimmern mit Einzel-betten im Kajütensystem. Eine breite Theke gestattet einer beträchtlichen Gästezahl, gleichzeitig ihre Bestellungen abzuholen, und erlaubt der Küchenmannschaft immer die Übersicht. Weiter ist ein gut ausgestatteter Theorieraum vorhanden, und abends erhellt elektrisches Licht die Räume, das in den Gängen mit Bewegungsmeldern gekoppelt ist. Mit dem Einbau von Brandmeldern wurde auch der Sicherheitsstandard auf ein hohes Niveau gebracht. Dem jungen Hüttenwartehepaar Michele und Manuela Marazzi steht eine kleine Wohnung mit einer zeitgemässen Infrastruktur zur Verfügung.

Auffällig ist der wohl durchdachte und mit viel handwerklichem Können und zweckmässig verwendeten Materialien realisierte Innenausbau. Jeder Gast merkt rasch, dass man an ihn und seine Bedürfnisse gedacht hat, ohne die Individualität der Räume zu vernachlässigen. Es ist gemütlich, man fühlt sich rundum wohl.

Einweihung Am 1. Juli 2001 fand bei zunehmend sonnig werdendem Wetter der Festakt vor einer grossen Schar « Hohröhnler » und vielen Gästen und Besuchern statt. Schwerpunkte waren die Bergpredigt von Pfarrer und Clubmitglied Andreas Boller und die Rede des Sektionspräsidenten Caspar Sträuli, umrahmt von Darbietungen der einheimischen Sänger-gruppe. Caspar Sträuli hob insbesondere die für heutige Verhältnisse beeindruckende Zahl von über 1000 geleisteten Frondienststunden hervor und würdigte die Verdienste jener, die sich während Jahren mit enormem persönlichem Einsatz für das Projekt eingesetzt hatten. Ein solches Engagement ist heute alles andere als selbstverständlich und wohl nur noch in einer kleineren Sektion möglich. Auch die mit Fr. 760 00O.– veranschlagten Kosten zeigen den Mut, mit dem die nur knapp 500 Mitglieder zählende Sektion an ihre Aufgabe herangegangen ist. a

eg Von der Albignahütte bietet sich ein prächtiger Rundblick auf die den Stausee und den Gletscher umgebenden Berge, beliebte Ziele zahlreicher schöner Klet-ter- und Hochtouren. Der neu erstellte Eingangstrakt; weiter rechts schliesst sich der alte Hüttenteil an. Blick in die offene Küche. Dank der breiten Theke kann auch ein grösserer Ansturm von Bestellungen vom Hüttenwarteteam verkraftet werden.

Letzte Vorbereitungsarbeiten für die Einweihungsfeier im freundlichen Theoriesaal, der auch als Gästeraum benutzt werden kann.

Feedback