Die Voralpen kämmen Schadstoffe aus

Der zentrale Alpenraum ist aufgrund der Barrierewirkung des Alpenriegels geringer mit langlebigen organischen Schadstoffen, sogenannten POP, belastet als der nördliche und südliche Alpenrand. Dies ist ein Ergebnis des im Jahr 2004 gestarteten Projekts Monarpop. Die Experten aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Slowenien und Italien fanden aber auch heraus, dass im Vergleich zu 1993 die Schadstoffbelastung insgesamt erheblich zurückgegangen ist. Bei Monarpop, dessen Ergebnisse Ende 2007 vorgestellt wurden, untersuchten Forscher an 40 entlegenen Alpen standorten POP auf Menge, Herkunft, Verbreitung und Verbleib hin. In der Schweiz unternahm die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL beispielsweise auf dem Weissfluhjoch Messungen. Zu den POP zählen unter anderen DDT, PCB oder Dioxin. Sie reichern sich in organischem Material und der Nahrungskette an. Sie beeinflussen das Hormon-, Immun- und Nervensystem und sind die Ursache von Deformationen bei Embryonen und Krebserkrankungen. Weitere Informationen gibt es unter www.monarpop.at. a Christoph Meier

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