Drei Schwestern Bergnamen

«Drei Schwestern» heisst ein Aussichtsgipfel auf der liechtensteinisch-österreichischen Grenze. Die direkte oder indirekte Nennung von Zahlen ist naheliegend und weit verbreitet, wenn die so bezeichneten Berge eine Gruppe bilden. Manchmal wird der Name Drei Schwestern ­daher für die Gesamtheit der Gipfel Kuegrat, Garsellikopf und Drei Schwestern verwendet. Aber ursprünglich bezeichnete er nur den nördlichsten der drei. Sein Name basiert auf einer Sage: Einst lebten in Frastanz drei Schwestern, die am hohen Feiertag Mariä Himmelfahrt lieber in den Bergen Heidelbeeren pflückten, als die Messe zu besuchen. Nicht ohne Folgen: Die Schwestern wurden in Felsen verwandelt, die seither stumm aufs Tal blicken. Die Strafe vollzog je nach Variante der Geschichte ein sogenannter Venediger, ein Zauberer und Schatzgräber – oder aber die enttäuschte Jungfrau selbst nach einer erfolglosen Ermahnung der Schwestern. Sie soll ihnen in Gestalt einer Frau erschienen sein und um Beeren für ein armes Kind gebeten haben, aber abgewiesen worden sein.

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