Eis in die Antarktis fliegen

Um Eisbohrkerne aus Hochgebirgsgletschern für die Nachwelt zu erhalten, sind Forscher der Universität Grenoble auf eine aussergewöhnliche Idee gekommen: Die Bohrkerne, in denen Informationen zur Klimageschichte der letzten Jahrtausende gespeichert sind, sollen in die Antarktis geflogen werden. Auch wenn sich das Klima weiter erwärme, bleibe die Antarktis der «beste Kühlschrank» der Welt, ist Projektleiter Jérôme Chappellaz überzeugt. Da die Temperaturen dort ganzjährig unter null liegen, könnten die Eisbohrkerne dort auch eine Naturkatastrophe überstehen, die in Europa zum Ausfall aller Kühlmöglichkeiten führen würde. Noch in diesem Jahr soll ein erster Bohrkern in den Süden geflogen werden. Er stammt vom Col du Dôme am Mont Blanc. Kerne aus den Anden und Neuseeland sollen folgen.

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