Erfolgreiche Wintersaison

Das SAC Swiss Team hat an der Europameisterschaft im Skitourenrennen abgeräumt. Der Nachwuchs ist gut unterwegs.

Mit der Swiss Ski Mountaineering Night in Charmey ging für das SAC Swiss Team eine intensive Skitourenrennsaison zu Ende. Zum besten Athleten gekürt wurde Martin Anthamatten1. Der Zermatter erreichte im Gesamtweltcup den 5. Rang. Beste Athletin der Saison war die 23-jährige Mireille Richard2 aus Evionnaz. Sie wurde Europameisterin sowohl im Sprint als auch in der Staffel mit Séverine Pont Combe3, Emilie Géx-­Fabry und gewann Bronze im Vertical- und Einzelrennen bei den Elite Junioren.

 

Viel Edelmetall für die Schweiz

Fünf Medaillen holte an der Europameisterschaft Martin Anthamatten für das SAC Swiss Team: Gold in der Staffel mit Yannick Ecoeur, Marcel Theux, Alan Tissières, drei Bronzemedaillen (Vertical-, Einzel-, Teamrennen) und Kombinationssilber. Bei den Damen gewann Séverine Pont Combe die Goldmedaille in der Kombination. Die EM im französischen Pelvoux war der Höhepunkt der Saison. Kein Land brachte so viel Medaillen nach Hause wie die Schweiz: achtmal Gold, fünfmal Silber und zehnmal Bronze.

 

Beliebte Swiss Cups

An den Swiss Cups starteten 3200 Sportler und Sportlerinnen mindestens einmal an einem der zehn Rennen. Der Gesamtsieg ging an Didier Moret4aus dem Greyerzerland.

Zum ersten Mal an den drei Schweizer Meisterschaftsrennen waren Staffeln dabei. Flavio und Iwan Arnold aus Simplon Dorf holten in der Kategorie Elite Junioren Silber.

Die Schweiz lief auch mit an den vier Weltcuprennen, von denen zwei in Italien, eines in Andorra und eines in Norwegen stattfanden. Unter die ersten zehn der Welt schaffte es nebst Anthamatten (5.) auch Yannick Ecoeur auf Platz 8. Bei den Damen ragte die Newcomerin Maude Mathys5auf dem 3. Platz als beste Schweizerin heraus. Die Westschweizerin bestritt ihre erste Saison mit der Nationalmannschaft und überholte im Gesamtweltcup sogar Marie Troillet (Rang 4) und Emilie Gex-Fabry (Rang 5). In den Nachwuchskategorien sorgten Jennifer Fiechter, Junioren (U20), und neu Thomas Corthay6, Kadetten (U20), für eine Schweizer Führung. Corthay durfte die Auszeichnung «Rookie des Jahres 2012» entgegennehmen.

 

Stürme, Wärme und ein Rücktritt

Die Pierra Menta und die Patrouille des Glaciers standen unter einem schlechten Stern. An der Pierra Menta stürzte Anthamatten schwer und musste das Rennen abbrechen. Abbruch hiess es auch an der Patrouille des Glaciers. Föhnstürme und Wärme lösten Lawinen aus und gefährdeten die Sicherheit der Teilnehmer. Schliesslich endet die Saison mit einem weiteren Wermutstropfen: Rolf Zurbrügg, Disziplinenchef Skitourenrennsport im SAC, gab seinen Rücktritt. Der ehemalige Spitzenlangläufer setzte sich in den letzten sieben Jahren für die Professionali­sierung des Skitourenrennsports ein. Zurück tritt auch Nachwuchstrainer Sébastien Nicollier.

Zurück gemeldet hat sich hingegen Florent Troillet. Der bislang erfolgreichste Schweizer Skitourenrennathlet will es in der kommenden Saison noch einmal wissen.

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