Faszination Hinteres Lauterbrunnental. Von Gletschern geprägt

Blick von der Silberhornhütte in den Talschluss des Lauterbrunnentals: Gipfelkette vom Mittaghorn ( ganz links ), Grosshorn, Breithorn, Tschingelhorn bis zum Gspaltenhorn Fotos: Andreas Wipf

as Lauterbrunnental, ein von Süden nach Norden verlaufendes Trogtal, wurde schon früh wegen seiner imposanten Gebirgsszenerie von Reisenden, Forschern und Künstlern aufgesucht. Die senkrecht aufragenden Felswände mit den spektakulären Wasserfällen wie dem Staub-, Trümmel- und Schmadribachfall faszinierten die Besucher. Einige von ihnen stiessen auch in den Talhintergrund vor und entdeckten eine noch unberührte Hochgebirgslandschaft.

Da heute die meisten Touristen dem Jungfraujoch oder dem Schilthorn entgegenstreben,konnte der Talhintergrund seinen Charakter und Charme bewahren. Seit den Vierziger- und Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts steht zudem ein Grossteil des Talschlusses unter Naturschutz, sodass Pläne für Wasserfassungen, einen Einstau der Lütschine, ein Sommerskigebiet mit Erschliessung des Petersgrates und weitere touristische Einrichtungen nicht verwirklicht werden konnten.

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T E X T / F O TO S Andreas Wipf, Zürich

DIE ALPEN 11/2002

Einblick in den Aufbau der Alpen

Der Talhintergrund, also das Gebiet hinter Stechelberg, liegt am nördlichen Rand des Aarmassivs. Durch Erosion sind hier ältere geologische Einheiten wie durch ein Fenster aufgeschlossen und lassen einen Blick in den Aufbau der Alpen zu.

Im Talboden breitet sich das Lauterbrunner Kristallin mit seinen zahlreichen älteren Einschlüssen aus. Darüber folgt ein Sedimentmantel mit Ablagerungen der Trias,des Juras und des Tertiärs. Die Grenze zwischen Kristallin und Sedimenten steigt von Stechelberg gegen Obersteinberg, führt dann weiter zum Schafläger, vor der Zunge des Tschingelgletschers hindurch und quert die Nordwände vom Breithorn bis zur Jungfrau. Vom Rottal senkt sich die Kontaktzone wieder gegen Stechelberg ab. Besonders deutlich lässt sich dieser Grenzverlauf anhand des gelb angewitterten Trias-Dolomitbandes nachvollziehen. Auf der Südseite ist die älteste geologische Einheit, das Altkristallin, aufgeschlossen. Es baut die Gipfelregionen von Mutthorn, Tschingelhorn bis zur Äbeni Flue auf. Im Laufe der Alpenfaltung wurden hier ältere kristalline Gesteine auf jüngere Sedimente aufgeschoben.

In den eisenreichen Oolith-Schichten des Doggers wurden auf beiden Talseiten Blei- und Eisenerze im Untertageabbau gefördert. Hinter Trachsellauenen entstanden Baubaracken und ein Schmelzofen. Die gewonnenen Mengen blieben aber unbedeutend, sodass im Jahre 1805 der Betrieb eingestellt wurde. Heute findet man nur noch Spuren der einstigen Bergbautätigkeit wie z.B. das restaurierte Fundament des Schmelzofens oder eingestürzte Stollen und Abraumhalden.

Vielfältige Flora

Die speziellen geologischen Verhältnisse mit dem Vorhandensein von kristallinen und kalkreichen Gesteinen wirken sich auch auf die floristische Vielfalt aus. Weitere Faktoren wie der Grad der Bodenbildung, die Feuchtig-keits- und Nährstoffverhältnisse, das Relief ( Kuppe, Senke ), die Exposition usw. modifizieren das höhenab-hängige Vorkommen eines Vegetationstypes.

Die potenzielle Wald- bzw. Baumgrenze liegt im östlichen Berner Oberland auf etwa 2100 m ü.M. Diese Marke wird im Hinteren Lauterbrunnental nicht ganz erreicht, da an den steilen Flanken günstige Standorte grösstenteils fehlen. Zudem verhindern oder erschweren Lawinenniedergänge und auch Steinschlag das Aufkommen eines geschlossenenWaldes.. " " .Die regelmässige Beweidung sorgt ebenfalls für eine Herabsetzung der Baumgrenze.

Oberhalb von etwa 1800 m haben sich alpine Rasen-und Zwergstrauchgesellschaften entwickelt. Auf dem Obersteinberg und an den Hängen des Spitzhorns dominieren Pflanzenarten, die kalkreichen Untergrund bevorzugen, wie Blaugras, Alpen-Akelei, Strauss-Glocken-blume, Alpen-Aster und Edelweiss.

Im Bereich der Vorfelder von Tschingel-, Wetter-lücken-, Breithorn- und der beiden Schmadrigletscher kann man eine Sukzession beobachten: In unmittelbarer Nähe der Gletscherzungen finden sich neben Moosen erste Pionierpflanzen wie Fleischers Weidenröschen, Schild-Ampfer und Kleearten. Je weiter vom Gletscher entfernt – und damit je länger die Zeit der Eisbedeckung zurückliegt –, desto geschlossener wird die Vegetation. Deutlich zeigt sich dies im Breithorngletschervorfeld, wo die Vegetation innerhalb eines Moränenwalles recht lückenhaft ausgebildet und ausserhalb schon weiter entwickelt ist. Eine mehr oder weniger geschlossene alpine Matte trifft man aber nur auf der südexponierten Seite des Tschingelgletschervorfeldes im Bereich des Schaflägers an.

Eine augenfällige Vegetationsgrenze ist zwischen Oberhornsee und Oberhornalp im Bereich eines Morä-nenzuges zu sehen. Die Gletscherablagerungen bestehen zur Hauptsache aus kalkreichen Gesteinen, ausserhalb findet sich an der Oberfläche das Lauterbrunner Kristallin.. " " .Die Pflanzenarten auf dem Moränenwall wie Blaugras und Wundklee bilden einen scharfen Kontrast zum Bewuchs der anschliessenden Rundhöckerflur mit Säure liebenden Arten.

« Der alte Schmelzofen und Trachsellauinen 1325 m », fotografiert von Jules Beck Fo to: z vgBi blio thek SA C Sek tion Be rn DIE ALPEN 11/2002

Das Gebiet um die Oberhornalp zeugt von der ehemaligen erosiven Tätigkeit der Gletscher. Sie haben aus dem anstehenden Fels eine Rundhöckerlandschaft herausmodelliert. In den gletschergeschliffenen Wannen entstanden zahlreiche Flachmoore,von denen einige in den Sommermonaten von einem weissen Wollgras-Meer überzogen werden.. " " .Im Gegensatz dazu haben sich auf den Rundbuckeln trockenheitsresistente Arten angesiedelt.

Spuren der Gletscher

Nachdem sich die Gletscher seit dem Höhepunkt der letzten Eiszeit bis in die Alpentäler zurückgebildet hatten, bewegten sie sich in den vergangenen rund 11500 Kalenderjahren – im so genannten Postglazial – nur noch ungefähr in der Bandbreite zwischen einer Ausdehnung wie

« Breithorn-Gspaltenhorn von Roththalhütte 2760 m. Juli 1874 ». Foto von Jules Beck. Der Tschingelgletscher reichte damals noch bis in die Ebene SW des Schaflägers herunter.

Fo to: z vgBi blio thek SA C Sek tion Be rn Gletscherstände und Moränenwälle Geologische Übersichtskarte

in der Mitte des vorletzten Jahrhunderts ( Hochstand ) und heute.

Die im Hinteren Lauterbrunnental vorhandenen Gletscherablagerungen mit der einzigartigen Moränenlandschaft sind geradezu prädestiniert, um die Gletscherschwankungen der Nacheiszeit zu studieren. So kann der Gletscherhochstand von 1850 relativ genau anhand der markanten, erst lückenhaft mit Vegetation bedeckten Moränenwälle rekonstruiert werden. Zudem existieren aus dieser Zeit die Messtischblätter zur Dufourkarte im Massstab 1:50 000, welche die Gletscher gerade während ihrer letzten Hochstandsphase festhalten. Im Gebiet zwischen Oberhornalp und Oberhornsee belegt die Vielzahl der formschönen Wallablagerungen, dass die Gletscher im Postglazial die Hochstandsausdehnung von 1850 noch übertroffen haben.

Rückblick Gletscherschwankungen 1

Gletschergeschichtliche Untersuchungen verfolgen das Ziel, Änderungen der Gletscherausdehnungen und somit auch klimatische Schwankungen in der Vergangenheit nachzuweisen. Mithilfe von diversen Methoden können die Gletscherablagerungen zeitlich eingeordnet werden. Bis jetzt konnten im Hinteren Lauterbrunnental nur Gletscher-Hochstandsphasen belegt werden. Wie weit die Gletscher in den dazwischenliegenden Perioden hingegen jeweils zurückschmolzen, ist ( noch ) nicht zu sagen.

Mithilfe der Radiokarbonmethode – der Altersbestimmung von organischem Material – konnte als älteste Zeitmarke die Basis eines Flachmoors in der Nähe der Oberhornalp datiert werden. Die entsprechende Probe wurde aus einer Tiefe von rund 5,1 m entnommen und ergab ein

14 C-Alter von 10390 ± 150 yBP ( years before present = Anzahl Jahre vor 1950),was in unserer Zeitrechnung etwa 10485 bis 10005 Jahre v. Chr. entspricht. Die Lage des Fundortes und das Profil zeigen, dass der Gletscher diese Stelle in den letzten rund 12000 Kalenderjahren nie mehr überschritten hat. Der Wall nördlich der Oberhornal-phütte ist demzufolge älter, was auch seine weit fortgeschrittene Bodenentwicklung ( Podsol ) nahe legt.

1 Wichtigste Resultate aus Wipf 1994, 2001 Die beiden Moränenzüge mit einem Entstehungs-alter von 4475 bzw. 3340 yBP dokumentieren die grösste postglaziale Gletscherausdehnung auf der Oberhornalp und bilden eine Vegetationsgrenze, die sich auch farblich nachzeichnen lässt. Grosshorn mit seiner eindrücklichen Nordwand. An seinem Fusse werden die Konturen der 1850er Ufermoränenwälle von Vordre und Hindre Schmadrigletscher durch das Sonnenlicht speziell hervorgehoben.

Postglaziale Moränenwälle beim Oberhornsee. Der 1850er Ufermoränenwall ( links ) hebt sich durch seine graue Farbe markant von den älteren, ve-getationsbedeckten Wällen ab.

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Die grösste postglaziale Ausdehnung erreichte der Gletscher auf der Oberhornalp ungefähr um 3300 v. Chr. ( 14 C-Alter von 4475 ± 75 yBP ), wobei Ablagerungen vorangegangener Vorstösse bei diesem Vorrücken wohl zerstört wurden. Danach wich der Gletscher zurück, bis er um 1600 Jahre v.Chr.( 14 C-Alter 3340 ± 80 yBP ) wieder zu einer ähnlichen Grösse angewachsen war. Dabei wurden zwei Wallsysteme abgelagert, die auf einer Länge von mehreren hundert Metern erhalten geblieben sind. Diese Hochstandsphase war gekennzeichnet durch mehrmaliges Vorstossen und Abschmelzen des Gletschers: Wallablagerungen und Bodenbildung wechselten in zeitlich kurzen Intervallen ab. So konnte kurz nach 1600 Jahre v. Chr. ( 14 C-Alter von 3330 ± 85 yBP ) ein weiteres Vorrücken des Gletschers bis an den heutigen Westrand des Oberhornsees nachgewiesen werden.

Lauterbrunnen Breithorn und Tschingelhorn ( rechts ) mit Hindre Schmadri-, Breithorn-und Wetterlückengletscher ( von links ). Die scharfgratigen 1850er Ufermoränenwälle sind deutlich zu erkennen.

Grabung an einem Moränenwall mit fossilem Boden: Ein gut entwickelter Boden ( braun; unterer Horizont ) wurde bei einem Gletschervorstoss von Moränenmaterial überschüttet.

Fo to s: An dr ea s W ipf Oberhornalp mit Lauterbrunnen Breithorn ( links ), Tschingelhorn und Wetterlückengletscher Blick aus dem Breithorn-gletschervorfeld gegen die Jungfrau ( links ). Im Mittelgrund rechts stirnt der Vordre Schmadrigletscher.

Grosshorn mit seiner imposanten Nordwand sowie dem Vordre Schmadrigletscher und dem Schmadribachfall, einem von Künstlern oft gewählten Sujet. Noch um 1850 stirnte der Gletscher am Beginn des Wasserfalls.

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Auch im Schafläger hat der Tschingelgletscher um jene Zeit seine Spuren hinterlassen. Es konnten zwei Hochstände datiert werden, wobei die dazugehörigen Wälle aber im Gegensatz zur Oberhornalp nur etwa 30 m ausserhalb des Hochstandes von 1850 liegen. Mit der

14 C-Datierung von fossilen, d.h. ehemals vom Gletscher mit Moräne überschütteten Böden konnten in der Region des Oberhornsees bis zum Beginn der Neuzeit ( ab 1500 ) sechs weitere Hochstandsphasen belegt werden.

Gletscherschwankungen in Wort und Bild

Die erste Erwähnung der Gletscher des Hinteren Lauterbrunnentals geht auf den Beginn des 18. Jahrhunderts zurück ( Marchbuch von Samuel Bodmer, 1652–1724 ). Erste, aber gletschergeschichtlich schwer zu interpretie-rende Hinweise finden sich in Gottlieb Sigmund Gruners Bände « Eisgebirge des Schweizerlandes » aus dem Jahre 1760, bevor mit Caspar Wolf ( 1735–1783 ) einer der berühmtesten Alpenmaler überhaupt die Gletscher des Talhintergrundes aufsuchte. Aus seiner Hand entstehen eine Reihe von Ölskizzen und -gemälden, die eine hochstandsähnliche Ausdehnung der Gletscher belegen. Auch Johann Wolfgang Goethe ( 1749–1832 ) beschreibt, wie das Schmelzwasser direkt aus dem ( Vordre Schmadri- ) Gletscher hervortritt und den Schmadribachfall herunterstürzt.

Das nachfolgende Zurückweichen des Gletschers bis in die 1810er-Jahre bezeugen Bilder von Koch und Lory. 2 Im Anschluss daran stiessen die Gletscher wieder vor, und der Vordre Schmadrigletscher stirnte in den 1820er-Jah-ren wieder an der Felsstufe des Schmadribachfalles.

Nach diesem ersten Hochstand im 19. Jahrhundert 3

und einem leichten Abschmelzen in den 1830er-Jahren erreichte der Vordre Schmadrigletscher um 1840 wieder die Felskante des Schmadribachfalles. 4 Den zweiten Hochstand des 19. Jahrhunderts hat J. R. Stengel auf dem Messtischblatt zur Dufourkarte in den Jahren 1850/51 festgehalten: Der Tschingelgletscher erstreckte sich damals bis zum Schafläger hinunter. Breithorn- und Vordre Schmadrigletscher stiessen zusammen und endeten oberhalb des Schmadribachfalles. 5 Anschliessend setzte eine Schwundphase ein, die bis heute andauert: Auf dem Foto von Jules Beck aus dem Jahre 1874 ist der Tschingelgletscher bereits etwa 450 m hinter den letzten Hochstand zurückgeschmolzen. Dieser Schwund wurde aber in den 1880/90er-, 1920/30er- und 1970/80er-Jahren von leichten Wiedervorstössen unterbrochen.. " " .Dieses Verhalten belegen drei hintereinander gestaffelte Wallablagerungen sowie beim Tschingelgletscher die seit 1893 durchgeführten Messungen der Zungenlängenänderung. Er hat seit 1850 rund 2,2 km eingebüsst. Die Gletscher des Hinteren Lauterbrunnentals haben in der Zeitspanne von 1850 bis 1973 rund 3,1 km 2 an Fläche verloren, was einem relativen Verlust von etwa 20% entspricht ( Wipf 1999 ). Dieser Wert liegt etwas unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von rund 27% ( Maisch et al. 2000 ).

Bedeutende Hochgebirgslandschaft

Das Hintere Lauterbrunnental bietet einen grossen Reichtum an landschaftlichen Besonderheiten: imposante Gipfel, gleissende Gletscher mit ihren urtümlichen

2 Auf dem Aquarell von Joseph Anton Koch ( 1768–1839 ) aus dem Jahre 1794 ist der Gletscher zurückgewichen. Die Bilder von Gabriel Ludwig Lory ( 1763–1840 ) und seinem Sohn Matthias Gabriel Lory ( 1784–1846 ) bestätigen die geringe Gletscherausdehnung bis in die 1810er-Jahre. 3 Festgehalten in den mit fast fotografischer Genauigkeit gezeichneten Aquarellen von Samuel Birmann ( 1793–1847 ) und einer Bleistiftzeichnung von Ludwig Richter ( 1803–1884 ) 4 Aquarellierte Bleistiftzeichnung von Gottlieb Studer, 1804–1890 5 L. Sabathier ( 1887 ) und Johan Jakob Ulrich ( 1798–1877 ) zeichneten den Vordre Schmadrigletscher ebenfalls direkt am Schmadribachfall stirnend.

Das warme Abendlicht erhellt den Gipfel der Jungfrau und den Hochfirn.

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Vorfeldern, tosende Wasserfälle, türkisfarbene Seen und blumenreiche Matten. Aus den speziellen geologischen Verhältnissen lassen sich wichtige Erkenntnisse über die Entstehung der Alpen ableiten. Das Nebeneinander von kalkreichem und kristallinem Fels und der sich daraus ergebende Pflanzenreichtum machen den Talhintergrund zu einem botanischen Eldorado. Die einzigartige Moränenlandschaft stellt einen bedeutenden Zeugen der Landschaftsentwicklung des Talhintergrundes und ein ideales Untersuchungsgebiet für die wissenschaftliche Erforschung der nacheiszeitlichen Gletscherschwankungen im Alpenraum dar. 6 Es ist daher nicht erstaunlich, dass dieses Gebiet Eingang in den Perimeter des UN-ESCO-Weltnaturerbes « Jungfrau–Aletsch » gefunden hat. 7 a

Literatur

Die ALPEN ( 1980–2001 ): Zeitschrift des Schweizer Alpen-Clubs. Bern Die Gletscher der Schweizer Alpen 1977/78 und 1978/79 ( 1986 ): Jubiläumsband 99. und 10O. Bericht, Glaziologisches Jahrbuch der Gletscherkommission der Schweiz. Naturforschenden Gesellschaft/SNG, Hrsg. Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie ( VAW ) ETH Zürich Labhart, T. P. ( 1989 ): Geologie. In: Hochgebirgsführer durch die Berner Alpen. Band IV, Tschingelhorn-Finsteraarjoch-Obers Studerjoch. SAC-Verlag, Zug, S. 17–22. Maisch M.,Wipf A., Denneler B., Battaglia J., Benz C. ( 2000 ): Die Gletscher der Schweizer Alpen. Gletscherhochstand 1850 – Aktuelle Ver-gletscherung-Gletscherschwund-Szenarien. vdf-Verlag, 2. Auflage, Zürich, 373 S. Wipf, A. ( 1994 ): Gletschergeschichtliche Untersuchungen im Hinteren Lauterbrunnental ( BE ). Unpubl. Diplomarbeit am Geographischen Institut der Universität Zürich, 150 S. Wipf, A. ( 1999 ): Die Gletscher der Berner, Waadtländer und nördlichen Walliser Alpen. Eine regionale Studie über die Vergletscherung im Zeitraum « Vergangenheit » ( Hochstand von 1850 ), « Gegenwart » ( Ausdehnung im Jahr 1973 ) und « Zukunft » ( Gletscherschwund-Szenarien, 21. Jhdt. ), Physische Geographie, Vol. 40, Zürich, 295 S. Wipf, A. ( 2001 ): Gletschergeschichtliche Untersuchungen im spät-und postglazialen Bereich des Hinteren Lauterbrunnentals ( Berner Oberland, Schweiz ). – In: Geographica Helvetica. Jg. 56, Heft 2, S. 133–144 Zumbühl, H. J., Holzhauser H. ( 1988 ): Alpengletscher in der Kleinen Eiszeit. In: DIE ALPEN. Zeitschrift des Schweizer Alpen-Clubs, 3. Quartalsheft 1988, Bern

6 An weiteren Informationen über den Talhintergrund, insbesondere an historischen Bild- und Schriftquellen ( alte Fotografien, Gemälde, Berichte, Chroniken usw. ) ist der Autor sehr interessiert. Falls Ihnen solche Dokumente bekannt sind, wenden Sie sich bitte an Andreas Wipf, Institut für Kartographie, ETH-Hönggerberg, 8093 Zürich, wipf@karto.baug.ethz.ch. 7 Vgl. Die ALPEN 8/98 Wenige Minuten später erscheint die Jungfrau im Abendglühen.

Föhnwolke im Lee des Jungfraugipfels DIE ALPEN 11/2002

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