Flora alpina – Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefässpflanzen der Alpen. David Aeschlimann/Konrad Lauber/Daniel Martin Moser/Jean-Paul Theurillat

Haupt Verlag, Bern 2004. Fr. 286.–

Definitiv kein Buch für den Rucksack: Die Flora alpina wiegt ganze fünfeinhalb Kilo und vereinigt erstmals alle bis heute bekannten 4500 Blüten- und Farnpflan-zen der Alpen in einer Ausgabe – 2600 Seiten und 6000 Farbfotos. Die Flora alpina hilft aber nicht beim Bestimmen, es ist vielmehr ein Pflanzenatlas: Zu jeder Pflanze gibt es mindestens ein Foto und eine Verbreitungskarte. Die Volksnamen sind in fünf Sprachen – Deutsch, Französisch, Italienisch, Slowenisch und Englisch – angegeben. Die weiteren Informationen sind weit gehend sprachneut-ral mit Fotos, Karten, Skizzen und Symbolen gestaltet.

In den Alpen findet sich ein Drittel aller Pflanzen, die in Europa vorkommen. Von den 4500 Pflanzen sind 500 so genannte Endemiten, Pflanzen also, die nur gerade in den Alpen vorkommen und auch da nur an wenigen Orten. Vermutlich haben sie die Eiszeiten in kleinen Rückzugsgebieten, vor allem in den West-, Süd- und Ostalpen und weniger in den Zentralalpen und damit in der Schweiz, überlebt. Zu den ganz seltenen gehören zum Beispiel das Zwergkugel-schötchen in den Dolomiten, die Schopfteufelskralle in den Südalpen oder der Argentera-Steinbrech in den Westalpen. Zu diesen wie auch zu den andern seltenen Arten im Alpenbogen betonen die Autoren, wie wichtig deren Schutz sei.

Antoinette Schwab, Bern

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