Frl. Gublers kühne Gipfelwünsche

Vom Allalinhorn bis zum Dürrenhorn, mit dem Täschhorn und dem Dom als Kronen der Mischabel: neun über 4000 Meter hohe Gipfel wie am Schnürchen aufgereiht. Eine alpinistische Herausforderung, zu der es bereits ab 1919 verschiedene Anläufe gab. So auch von Elisabeth Gubler, einer Zahnärztin aus Basel. Am 2. September 1936 überschritt sie mit Meinrad und Hermann Bumann aus Saas-Fee den Grat vom Allalinhorn bis hin zum Nadelhorn. Und am 5. September 1943 traversierte sie mit Fritz Bohren und Christian Kaufmann junior aus Grindelwald die sechs Gipfel zwischen Täschhorn und Hohberghorn. Im Jahr zuvor, am 10. September 1942, waren Heinz Zollinger aus Bern und Bergführer Heinrich Zurbriggen aus Saas-Fee um Mitternacht in der Bordierhütte aufgebrochen und traten 23 Stunden später in die Britanniahütte, nach der erfolgreichen Überschreitung der neun Viertausender dazwischen. Ein Rekord, der nur gerade zehn Tage später von Hans Tischhauser und Werner Tschabold um vier Stunden unterboten wurde. Eine Höchstleistung konnte auch Elisabeth Gubler im Jahr ihrer Mischabelüberquerung verzeichnen: Mit der Traversierung des Grand Combin am 1. September 1943 am Seil der beiden genannten Grindelwalder Führer hatte sie alle Viertausender der Schweiz bestiegen. Nos Montagnes, die Zeitschrift des Schweizerischen Frauen-Alpen-Clubs, gratulierte ihr herzlich: «Wir wünschen Frl. Gubler auch fernerhin die Erfüllung all ihrer kühnen Gipfelwünsche!»

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