Gebirgswelt und Kunstgalerie sind zweierlei

Ich habe mit grossem Interesse den Beitrag über die Rheinbilder gelesen, die der Maler Martin Vaiar am Tumasee installiert hat ( Die Alpen 9/97, S.46 ). Anfang September bin ich mit meiner Frau und zwei Freunden zu diesem wunderschönen See gewandert, zu dieser Wiege des Rheins, wie eine Bronzetafel bestätigt, die anzeigt, dass die Flussmündung 1320 km entfernt ist. Doch wie gross war unsere Verblüffung, als wir am Ufer des Sees ankamen und mehrere an den Felsen montierte abstrakte Gemälde entdeckten. Ich verstehe gut, dass man die abstrakte Malerei lieben kann, aber für sie gibt es Kunstgale-rien, in denen sich ihre Anhänger erfreuen können. Ich selber esse zum Beispiel sehr gern « papet vaudois » und « saucisse au foie », aber ich käme nie auf die Idee, meinen Mitbürgern dieses Gericht aufzuzwingen!

Um mit einer positiven Feststellung zu schliessen: Ich empfehle allen, die den Weg zum Tumasee auf sich genommen haben, noch 20 bis 30 Minuten weiterzugehen bis zu der hübschen kleinen Badusch-Hütte, in der man sehr freundlich und herzlich empfangen wird.

Michel Vuilleumier, Cortaillod ( ü )

:ür Skitourenfahrer, Bergsteiger und -wanderer

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