Goldmedaille für Schutz der Berge. King Albert Medal of Merit 2002

Goldmedaille für Schutz der Berge

Die King Albert I. Memorial Foundation hat an ihrer 5. Award Ceremony in Zernez die König-Albert-Verdienst-medaille fünf Persönlichkeiten und Organisationen überreicht, die sich durch ihre ausserordentlichen Verdienste um den Schutz der Berge ausgezeichnet haben.

Die King Albert I. Memorial Foundation ist eine in Zürich eingetragene Stiftung zu Ehren des belgischen Königs Albert I., der 1934 beim Klettern abstürzte.. " " .Von Walter Amstutz 1993 gegründet, zeichnet sie alle zwei Jahre Personen oder Institutionen aus, die sich durch ihre Leistungen in und um die Berge herausragende und nachhaltige Verdienste erworben haben. 1 Im Schloss Planta-

1 Vgl. ALPEN 11/1998 und 9/2000

Wildenstein in Zernez, am Rand des Schweizerischen Nationalparks, überreichte der Präsident der König-Albert-Gedenkstiftung, Jürg Marmet, am 31. August 2002 Goldmedaille und Urkunde fünf Persönlichkeiten und Organisationen, die sich vorbildlich und nachhaltig um den Schutz der Berge eingesetzt haben und dies immer noch tun. Geehrt wurden Professor Jack D. Ives, Kanada, für seinen Beitrag bei der Erarbeitung der Mountain Agenda der UNO 1992 und für seinen Einsatz für die weltweite Anerkennung der Bedeutung der Berggebiete für Natur und Menschen; Professor Bruno Messerli, Schweiz, für seine führende Rolle bei der Erarbeitung der Mountain Agenda der UNO 1992 und für seine Bemühungen für eine nachhaltige Entwicklung in den Bergregionen der Welt; Hans Weiss, Schweiz, für seinen Einsatz zum Schutz der Berggebiete auf der Ebene der schweizerischen Gesetzgebung und für seine langjährige Lehrtätigkeit auf dem Gebiet des ökologischen Landschaftsschutzes; die « Allianz in den Alpen », ein Netzwerk europäischer Alpengemeinden, für ihren Einsatz zu Gunsten eines innovativen Wissens- und Erfahrungsaustauschs auf dem Gebiet der nachhaltigen sozio-öko-logischen und sozio-ökonomischen Entwicklung; und « Öko Himal », Österreich, für ihre effiziente Entwicklungszusammenarbeit in den Bergregionen Nepals, insbesondere bei der Realisierung eines Kleinwasserkraftwerks und der Einführung der Solarenergie im Sagarmatha-Nationalpark.

Schutz der Berge lokal und global In ihren Ansprachen betonten die diesjährigen Preisträger die Wichtigkeit des Einsatzes zum Schutz der Berge, lokal und global. So zeigte Hans Weiss, wie nur unermüdliches und engagiertes Wirken die Seelandschaft im Oberengadin vor überbordender Überbauung retten konnte. Bruno Messerli, einer der Ziehväter des neu geschaffenen Unesco-Weltnaturerbes Jungfrau–Aletsch– Bietschhorn, freute sich darüber, dass er mit der Medaille eines Mannes geehrt werde, dessen alpinistische Leistungen ihm bislang nicht bekannt waren. Er werde in Zukunft von Rosswald ob Brig aus mit ganz anderen Gefühlen auf das Hübschhorn und den so genannten Belgischen Grat –1913 von König Albert I. und seinen Führern erstbegangen – blicken.

Weitere Informationen über die Stiftung, die Preisträger und den Kletterkö-nig finden sich im Internet unter www.king-albert-foundation.ch. a

Daniel Anker, Bern König Albert I. von Belgien auf dem Gipfel der Tannenspitze ( Engelhörner ) am 3O.9.1930. Im Hintergrund das Rosenlaui Die mit der King Albert Medal of Merit ausgezeichneten Preisträger in der Eingangshalle des Schlosses Planta-Wildenstein in Zernez: ( v. l. ) Rainer Siegele, Geschäftsführer « Allianz in den Alpen », Professor Bruno Messerli, Professorin Patricia East von « Öko Himal », Hans Weiss und Professor Jack D. Ives Foto: Walter Amstutz/Sammlung Yvonne Gozon Foto: Daniel Anker

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