Grandes Jorasses

Die sieben Gipfel der Grandes Jorasses stehen im Mont-Blanc-Massiv an der Grenze zwischen Frankreich und Italien. Berühmt-berüchtigt ist die steile Nordwand, die rund 1200 Meter hoch über dem Leschaux-Gletscher aufragt; neben den Nordwänden von Matterhorn und Eiger ist sie eine der drei grossen Nordwände der Alpen. Unter den rund 30 Routen in der Wand sind einige ganz berühmte Alpenmarksteine.

Wie wärs?

«Nein, ich kehre nie mehr zu den Grandes Jorasses zurück.»

Das versprach der Franzose René Desmaison (1930–2007) seiner Frau nach 15 Tagen in Bergnot auf einer Neutour am Walkerpfeiler; sein Partner war dabei gestorben. Zwei Jahre später machte er die Route fertig.

Mensch am Berg

Rudolf Peters (1913–2008) fand mit Martin Meier 1935 die erste Route in der Jorasses-Nordwand, den Crozpfeiler. Damit hatten die beiden eines der «drei letzten Probleme der Alpen» gelöst. Den berühmten Walkerpfeiler eröffnete Riccardo Cassin 1938.

Höhe: 4208 m (Pointe Walker)

Prominenz: 843 m → Col du Géant

Dominanz: 7,5 km → Mont Blanc du Tacul

Erstbesteigung: 30. Juni 1868 durch Horace Walker, Melchior Anderegg, J. Jaun und J. Grange

Normalweg: Südwestflanke zur Pointe Walker

Hütten: Rifugio Boccalatte (2804 m), Refuge de Leschaux (2481 m)

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