Hundert Jahre Claridenhütte

Vor einem Jahr feierte die SAC-Sektion Bachtel ihr 125jähriges Bestehen. Am 27./28. September 1997feierte sie nun das 100jäh-rige Jubiläum ihrer Claridenhütte ( 2547 m ) hoch über dem glarnerischen Linthal. Aus der einfachen Holzhütte mit 20 Schlafplätzen ist nach und nach ein stattliches Steinhaus geworden.

Hüttenchef Hermann Inglin blickte in seiner Ansprache vor den Club-Mit-gliedern und Gästen zurück: Schon seit der Sektionsgründung trug man sich mit dem Gedanken, eine eigene Clubhütte zu bauen. 1893 nahm dieser Wunsch konkrete Formen an, und ab 1894 legte man einen eigenen Hüttenfonds an. Die Mitglieder des SAC Bachtel suchten nach einem ver-kehrsmässig günstig gelegenen Bauplatz im Glarnerland, wollte man doch die Unterkunft von zu Hause aus am gleichen Tag erreichen können. Man entschied sich für den Standort Altenoren auf 2547 Meter über Meer hoch über Linthal.

Altenoren-Plateau Dorthin wurden 1896 bei schlechtem Septemberwetter 200 Mannla-sten geschleppt. Ein Jahr später war das 20 Schlafplätze aufweisende Hüttchen fertig. Der Standort war gut gewählt, denn bereits 1903 musste ein Holzschopf angebaut werden, der bei Grossandrang auch als Notlager diente. Bald genügten die Schlaf- plätze dem Ansturm nicht mehr, und man plante eine neue, zweistöckige Hütte mit 60 Schlafplätzen, die in den Jahren 1905 und 1906 errichtet wurde.

Bis in die 70er Jahre, als die Gebirgstransporte mit dem Heli aufkamen, erfolgte die Versorgung der Claridenhütte mit einem Muli, das an die achtzigmal pro Saison mit Lasten zwischen 100 und 150 Kilogramm bergauf trottete.

Erweiterung und Sanierung der Hütte Als die Claridenhütte bei Skitourenfahrern immer beliebter wurde und die zweite Hütte vor allem den Anforderungen für den Winterbetrieb nicht mehr genügte, plante man eine Vergrösserung auf 84 Schlafplätze. Der Bau fiel 1939 in eine unglückliche Zeit, dazu kamen clubinterne Schwierigkeiten und Probleme mit dem Material. Es waren internierte Polen und ein Säumerbataillon, die einen schönen Teil des Materials zum Bauplatz schleppten.

1942 wurde die neue Claridenhütte eingeweiht. 40 Jahre lang genügte das für weniger als 100000 Franken erbaute Gebäude den Bedürfnissen. Dann drängte sich eine sanfte Renovation auf, bei der bewusst auf überflüssigen Komfort verzichtet wurde. 1987 war die letzte Einweihungsfeier, bevor nun 100 Jahre Claridenhütte gefeiert werden konnte. An diesem Anlass waren neben dem jetzigen Hüttenwart Peter Beglinger auch Marieli und Balz Marti anwesend, die die Hütte 43 Jahre lang bewartet haben.

Irène Hunold Sträub, Glarus

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