Hunziker, Manfred: Clubführer Bündner Alpen 2. Vom Lukmanier zum Domleschg

Neue Ausgabe, deutsch. SAC-Verlag, Bern 1996. Ladenpreis Fr.45.; SAC-Mitgliederpreis Fr. 35. In ganz neuer und anderer Gestalt erscheint der ehemalige SAC-Führer für das Bündner Oberland und das Rheinwald-Gebiet. Umfassten seine früheren Ausgaben noch die Berge zwischen Oberalp und Lukmanier ( seit 1995 im Gottfiard-Führer beschrieben ) sowie die Gruppe des Pizzo Tambo ( die nun der Bündner Führer 3 Avers - Misox - Calanca enthält ), so beschränkt sich der Clubfüh- Mosimann, Ueli: Clubführer Berner Alpen 5. Von Grindelwald zur Grimsel Neue Ausgabe, deutsch. SAC-Verlag, Bern 1996. Ladenpreis Fr.45.; SAC-Mitgliederpreis Fr. 35. Die östlichen Berner Alpen können es mit der Berühmtheit der zentralen Oberländer Berge, wo Eiger, Mönch und Jungfrau an vorderster Front aufragen, nicht ganz aufnehmen. Aber rer Bündner Alpen 2 auf den bündnerischen Anteil der Adula-Alpen. Auch die Kette des Zapporthorns zwischen Misox und Calancatal fehlt, Band 4 der Tessiner Alpen wird sich mit ihr befassen. Das Gebiet ist also kleiner geworden, dafür der Führer grosser: knapp 100 Seiten mehr, wozu die 59 Schwarzweissfotos wesentlich beitragen. Vier der acht Farbbilder zeigen die Greina, das vor der Zerstörung durch einen Stausee gerettete Hochland zwischen Piz Medel und Piz Terri. Höchster Gipfel der Adula-Alpen ist der gleichnamige Gipfel ( 3402 m ), auf der Alpennordseite besser als Rheinwaldhorn bekannt. Seine Erstbesteigung gelang Placidus a Spescha im Juli 1789. Überhaupt wird man beim Studium des Führers immer wieder auf den Namen des Paters aus dem Kloster Disentis stossen. Für die Besteigung vieler Berge zwischen dem Vorder- und Hinterrhein braucht es nicht mehr, als dieser Alpinismus-pionier hatte: kräftige Beine, um im häufig brüchigen Gestein sich sicher fortzubewegen; ein gutes Auge für die richtige Route; einen Stock, um in den Firnfeldern genügend Halt zu finden. Dazu gehören im weiteren Kondition, Mut und der Führer von Manfred Hunziker. Er richtet sich insbesondere an Bergwanderer, Berggänger und Bergsteiger klassischen Zuschnitts. Extremalpinisten und Sportkletterer müssen sich mit wenigen Routen begnügen, während Tourenskiläufer zwischen Lukmanier und Domleschg schier unzählige Ziele finden; auf die gebräuchlichsten weist der Autor hin.

Daniel Anker, Bern

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