Illegal am Everest Mein steiniger Weg auf der Suche nach dem Glück

Heimlich und leise brach 1962 der Schweizer Diplomatensohn Hans-Peter Duttle (geb. 1938) mit drei Amerikanern in den Himalaja auf. Sie wollten den Everest via Tibet besteigen. Illegal, schlecht ausgerüstet, ohne Höhenträger, Satellitenfunk, Arzt. Nicht einmal eine höhentaugliche Sonnencreme hatten die vier dabei. Ein schier aussichtsloses Unterfangen, das misslang und das die vier nur mit unglaublich viel Glück überlebt haben. Als das Abenteuer ruchbar wurde, brach ein wahrer «Shitstorm» über die Dilettanten los. Auch im SAC-Heft Alpen wurde den vier gehörig die Leviten gelesen. Duttle erzählt im Buch seine unglückliche Familiengeschichte; ein Vater, der ihn verachtete, ein Bruder, der ihm in der Sonne stand. Der Diplomatensohn ist nirgends verwurzelt. Ein Getriebener. Nach dem Everestabenteuer lebte er bei den Inuits in Kanada als Lehrer, später in den Anden als Entwicklungshelfer. Immer möglichst weit weg von der dekadenten Konsumgesellschaft, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Er hat inzwischen sein Glück gefunden und lebt heute in Gümligen.

Autor

Reto Winteler und Hans-Peter Duttle

Quelle

Wörtherseh Verlag, März 2018, ISBN 978-3-03763-095-2, Fr. 34.90