In der Natur ist der Fels oftmals unberechenbar

Stellungnahme zum Leserbrief « In bestem Fels », DIE ALPEN 9/96 ( S. 12 ) Das Klettergebiet in Braunwald wurde vor zwei Jahren von einigen Idealisten im Glarnerland eröffnet.

Die Idee war, bestehende Routen klettergartenmässig abzusichern und neue, kurze und relativ einfache Routen einzurichten.

Feedbacks, wie dasjenige von Jürg von Känel, der einen Tag in Braunwald verbracht hat, zeigten uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen hatten. Dass das Klettergebiet im neuen Führer Schweiz-Plaisir einen Platz getunden hat und die vielen positiven Rückmeldungen von einheimischen und auch auswärtigen Kletterern haben uns alle sehr gefreut und auch für die vielen, vielen Stunden unermüdlichen und unentgeltlichen Einsatzes entschädigt.

Leider unterschätzen viele Kletterer die Arbeit, die die Eröffnung eines solchen Klettergebietes erfordert. Dass noch nicht alles so ist, wie wir es gerne hätten, ist in Anbetracht der kurzen Zeit, die wir daran arbeiten, wohl verständlich. Gerne hätten wir alle Routen vollständig gesäubert. Dies aber erfordert einiges an Aufwand und vor allem auch viel Goodwill seitens jener Idealisten, die sich in ihrer Freizeit unermüdlich eingesetzt haben, um in unserer Region ein weiteres Klettergebiet zu eröffnen.

Im übrigen wird im Braunwaldfüh-rer darauf hingewiesen, dass Braunwald ein alpines Klettergebiet ist. Ebenfalls wird darauf aufmerksam gemacht, dass das Klettergebiet in den Anfängen steht und dass jeder-mann/-frau sich an der Arbeit im Klettergebiet beteiligen kann. Mithelfern werden Material und Bahnbillett von der « IG Pro Bergsteigen Braunwald » zur Verfügung gestellt.

Kletterer, die häufig in den Alpen anzutreffen sind und für die Klettern nicht nur in den Hallen stattfindet, wissen ja auch, dass in der Natur der Fels oftmals unberechenbar ist. Nicht jeder Griff sitzt sicher, und oftmals muss mit kleinen « Ablösern » gerechnet werden - dies kommt auch in klassischen Routen in den Alpen vor. Klettern im alpinen Stil erfordert Ausdauer, entsprechende Ausrüstung, Vorsicht und Weitblick. So können die eventuell entstehenden Gefahren abgeschätzt und weitgehend verhindert werden - auch sich lösende Steine in Kletterrouten.

Ruedi Jenny, Diesbach ( GLc 01

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