Jahresbericht 2001

bericht 2001 4.3 Antrag auf Genehmigung Jahresrechnung 2001/Kenntnisnahme Revisorenbericht 4.4 Antrag auf Entlastung Zentral-

vorstand 5. Präsentation und Antrag auf Genehmigung Mehrjahresplanung/Finanz-plan 2003–2005 6. Wahlen:

Wahl eines Mitglieds in den Zentralvorstand 7. Genehmigung der Richtlinien SAC

und Umwelt 8. Berichte aus den Ressorts 9. Anträge der Sektionen 1O. Verschiedenes 11. Nächste Versammlung

Traktandum 4 Geschäftsprüfungskommission

4.1 Bericht der GPK Dieser wird den Sektionen zuhanden der Abgeordneten Ende April zugestellt 4.2 Antrag auf Genehmigung des Jahresberichts 2001 ( Vgl. S. 26 bis 32 )

4.3 Antrag auf Genehmigung der Jahresrechnung 2001/Kenntnisnahme Revisorenbericht ( Vgl. S. 32 bis 35 )

Traktandum 5 Präsentation und Antrag auf Genehmigung Mehrjahresplanung/Finanzplan 2003–2005 Die Unterlagen werden den Sektionen zuhanden der Abgeordneten Ende April zugestellt.

Traktandum 6 Wahl eines Mitgliedes in den Zentralvorstand

Adriano Censi, Ressortleiter Rettung/ Medizin, wurde 1998 in den Zentralvorstand gewählt. Er stellt sich zur Wiederwahl zur Verfügung.

Traktandum 7 Genehmigung Richtlinien SAC und Umwelt

Die geltenden Richtlinien für den Schutz der Gebirgswelt wurden 1991 von der AV genehmigt. Die Präsidentenkonferenz hat im vergangenen November eine erste Version der überarbeiteten Richtlinien diskutiert. Die Sektionen hatten Gelegenheit zur Vernehmlassung. Die so überarbeiteten Richtlinien werden den Sektionen zuhanden der Abgeordneten Ende April zugestellt.

Traktandum 8 Berichte aus den Ressorts

Ergänzend zur Mehrjahresplanung unter Traktandum 5 werden noch einzelne spezifische Projekte vorgestellt.

Traktandum 11 Nächste Versammlung

9. November 2002: Präsidentenkonferenz in Bern a

Jahresbericht 2001

Mit dem vorliegenden Jahresbericht lässt sich das SAC-Jahr 2001 noch einmal in Erinnerung rufen. Viel wurde geleistet – in den Sektionen, Kommissionen, auf der Geschäftsstelle. Ich danke allen für ihren grossen Einsatz. Ein Stützpfeiler des SAC ist die Ehrenamtlichkeit, der im Jahr 2001 besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Nur dank dieser Ehrenamtlichkeit können wir unser breites Angebot, besonders auch in den Sektionen, aufrechterhalten. Was wären unsere über 150 ( hoch-)alpi-nen Hütten – professionell gebaut, unterhalten und genutzt – ohne den ehrenamtlichen Einsatz! Oder unser Tourenangebot: Dies auf kommerzieller Basis zu gewährleisten, wäre undenkbar. Noch in vielen anderen Bereichen könnte man aufzeigen, dass ohne diese Ehrenamtlichkeit Abstriche vorgenommen werden müssten.

Trotzdem stelle ich vermehrt eine Professionalisierung fest, die ihre Berechtigung dort hat, wo sie nötig und angebracht ist. Die Ehrenamtlichkeit kann aber nicht genug geschätzt werden und muss im SAC hochgehalten werden. Der vorliegende Jahresbericht zeigt, wie sich Organe, Mitglieder und Mitarbeiter/ innen des SAC – also Ehrenamtliche und Professionelle – für ihren Club einsetzen. Der SAC ist ein gut strukturierter Verband, der dank eines Beschlusses der Abgeordnetenversammlung 2001 über zeitgemässe Mitgliederkategorien verfügt und auf Grund der moderaten Beitragserhöhung auch bei der Finanzplanung zuversichtlich in die Zukunft blicken kann. Positiv stimmt uns auch der Nettozuwachs von ca. 2 000 Neumit-gliedern, bedeutet dies doch, dass der SAC ein attraktiver Sportverband ist. Die Anliegen und Wünsche der Mitglieder sind sehr vielfältig, entsprechend breit gestreut sind die Anforderungen an die Clubleitung. Den daraus erwachsenden Spannungsfeldern ist mit der nötigen Toleranz zu begegnen. Die Öffentlichkeit hat in der letzten Zeit den SAC stark wahrgenommen. Dies zeigen einerseits die Resonanz in den Printmedien, andererseits die Film- und Fernsehbe-richte über unsere Hütten, die Berichterstattung über die Kletter-Weltmeister-schaft in Winterthur oder das 100-Jahr-Jubiläum der Alpinen Rettung SAC. Der SAC ist auf dem richtigen Weg! Wir stellen uns der Herausforderung, damit wir dies auch in fünf Jahren noch sind. Wenn Berge eine Heimat hätten, wäre es die Schweiz – dazu wollen wir unseren Beitrag leisten. a

Franz Stämpfli, Zentralpräsident « Wenn Berge eine Heimat hätten, wäre es die Schweiz » – dazu will der SAC seinen Beitrag leisten. Hochalpen-kulisse am Ärmighorn, Kandergrund ( BE ) Fo to :Ma rt in Ge rb er 0 100 200 300 400 97 98 99 00 97 98 99 00 97 98 99 00 97 98 99 00 97 98 99 00 97 98 99 00 97 98 99 00 97 98 99 00 01 01 01 01 01 01 01 01 265 139 302 186 363 113 111 90 173 188 257 252 247 265 273 203 240 186 189 253 173 157 136 198 272 167 107 103 95 119 236 228 299 250 155 399 356 316 418 390 Ausbildungskurse Basis Winter Ausbildungskurse Basis Sommer Tourenleiterkurse Winter Tourenleiterkurse Sommer Touren Winter Touren Sommer Jugend und Familie Jugend + Sport ( J+S ) DIE ALPEN 4/2002

Jahresbericht 2001

Ergänzende Berichte der Ressorts

Alpinismus

Ausbildung Im Jahr 2001 wurde an der Umsetzung des Ausbildungskonzepts weiter gearbeitet. Die zweistufige Leiter-Ausbil-dung ist nun in allen Bereichen eingeführt. Als Neuerung für bereits aktive Tourenleiter ohne Ausbildung wurden Quereinsteigerkurse geplant, die im Kursprogramm 2002 erstmals angeboten werden. Ein wichtiges Thema, das in einem Kaderkurs erstmals integriert wurde, ist die Sozialkompetenz der Tourenleiter. Die Tourencheftagungen befassten sich mit den « Sicherheitsnormen von Bergsportmaterial ». Das als Ergebnis der Tourencheftagungen 2000 in Auftrag gegebene Merkblatt « Rechtliche Stellung von Tourenleiter/innen im SAC » ist noch in Arbeit. Aus der Ausbildungskommission verabschiedet haben sich André Rieder und Ueli Werren. Neu aufgenommen wurden Heinz Vetter und Albert Wenk.

Touren Die Tourenkommission arbeitete mit verschiedenen Kommissionen zusammen, so mit der Verlagskommission bei der neuen 6-stufigen Wanderskala. Als Dienstleistung für Tourenchefs hat sie Empfehlungen für Spesenentschädigun-gen erarbeitet und gemeinsam mit der Ausbildungskommission Tourencheftagungen geplant und durchgeführt. Expeditionen im SAC sind ein Thema, das die Kommission neu anpackt. Zudem überarbeitete sie das Tourenprogramm des Zentralverbandes in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle. Aus der Kommission verabschiedet wurde Robi Sarbach.

Jugend Die Neudefinition der Jugendkommis-sionsarbeit ist nach der Auslagerung der J+S-Ausbildung abgeschlossen. Die Jugendkommission hat eine klare Definition der Strategien und der Geschäfts-abläufe im Bereich Touren- und Alpinaktivitäten sowie im Familienbergsteigen vorgenommen. Erfolgreich weitergeführt wurden die Projekte « Work& Climb » und « Hüttenwochen » sowie « Klettern macht Schule », das auch im zweiten Jahr auf grosse Resonanz stiess. Konstant bleibt die Unterstützung der Jugendarbeit in den Sektionen. Schliesslich haben die Sektionen ihre J+S-Coa-ches gemeldet. Nach dreieinhalb Jahren hat es einen Wechsel auf der Geschäftsstelle gegeben. Als Nachfolgerin von Markus Ruff betreut seit Mitte August 2001 Tanja Peter den Bereich Jugend. Neue Kommissionsmitglieder sind Anna Barbara Etter, Priska Landolt, Gerd Jäger und Anita Rohner. Als Kommissionsmitglieder verabschiedet wurden Dani Zimmermann und Martin Stettler. An einer schweren Krankheit verstorben ist das langjährige Mitglied Esther Wopmann.

Bergführer Einmal mehr grossen Anklang fand der Infoabend für angehende Kandidaten mit 45 Interessierten. Die Bergführerprüfung 2001 haben 34 Teilnehmer bestanden, 13 davon sind SAC-Bergführer. Die Ausbildung zum Bergführer ist im Umbruch. Gearbeitet wird an der Modularisierung und Erweiterung der Bergführerausbildung. Ab 2002 gibt es neu einen Eintrittstest.

Leistungssport

Sportklettern Das herausragende Ereignis des Sport-kletterjahres 2001 war die Weltmeisterschaft in Winterthur. Die Arbeiten von

Kursteilnehmer-Statistik

Die Verantwortlichen im Ressort Alpinismus

– Elisabeth Zingg, Mitglied Zentralvor- stand, Ressortleiterin – René Brinkmann, Präsident Kommis- sion Ausbildung – Stefan Wullschleger, Präsident Tou- renkommission – Dr. Friedhelm Altpeter, Präsident Jugendkommission – Silvan Bordogna, Präsident Bergfüh- rerkommission DIE ALPEN 4/2002

FAF als Organisatorin und Hanspeter Sigrist als sportlichem Leiter haben viel zum guten Gelingen beigetragen. Es gilt nun, den Erfolg der WM zu nutzen und den Klettersport als Wettkampf in der Breite zu fördern.

Nach der WM wurde durch die TK Sportklettern die Planung der Saison 2002 des Swiss Cups in Angriff genommen. Neu werden in allen drei Disziplinen – Geschwindigkeit, Bouldern und Schwierigkeit – Wettkämpfe durchgeführt. Die verantwortlichen Organisatoren sowie die Kommission unter der Leitung von Urs Neu sind mit viel Engagement an der Arbeit und freuen sich auf eine spannende und attraktive Saison. Anfang 2001 wurde Sportklettern beim Dachverband Swiss Olympic in eine höhere Förderstufe eingeteilt, was höhere Beiträge generiert, gleichzeitig aber auch entsprechend professionelle Umsetzung der Anforderungen verlangt. Hanspeter Sigrist hat die Funktion Chef Leistungssport im Jahr 2001 auf Mandatsbasis ausgeführt, was auf Anfang 2002 in ein ordentliches Arbeitsver-hältnis umgewandelt werden konnte.

Skialpinismus Auch bei der Sportart Skialpinismus liegt das Schwergewicht auf der Förderung des Breitensports. Die Swiss-Cup-Wettkämpfe ermöglichen einen Einstieg auch für weniger Geübte. Die sieben « Nocturnes » – abendliche Rennen auf beleuchteten Pisten über eine Distanz von zirka einer Stunde – erfreuten sich bei Jung und Alt grosser Beliebtheit. Da sich das Ziel meist bei der Bergstation befindet, ist jeweils nach dem Wettkampf ein gemütliches Beisammensein möglich. Die Kommission bemüht sich intensiv um die Verbesserung der Nach-wuchsausbildung. Ein weiteres Regionalzentrum in der Zentralschweiz/Ost-schweiz wäre wünschenswert.. " " .Auf Grund der bescheidenen Budgetvorgaben, die strikte eingehalten werden, muss weiterhin mit knappen finanziellen Mitteln gearbeitet werden. Die Suche nach weiteren finanziellen Quellen wird deshalb unvermindert weitergeführt.

Der SAC erhält mit dem Leistungssport eine attraktive Plattform. Sport-und Wettkampfgeist, Begeisterung und erfolgreiche Wettkämpfe stehen im Zentrum.

Hütten/Natur

Hütten Von den vier im Jahre 2001 vorgesehenen Erneuerungsbauten konnte nur mit den Bauarbeiten für die Cristallinahütte und die Cabane de Mont-Fort begonnen werden. Die Cabane de Mont-Fort konnte planungsgerecht auf die Wintersaison 2001/02 wieder in Betrieb gehen. Die aufwändigen Bauarbeiten bei der Cristallinahütte werden sich noch bis August 2002 weiterziehen. Die Bauarbeiten an der Cadlimo- und an der Tschiervahütte waren wegen Einsprachen der ENHK ( Eidgenössische Natur-und Heimatschutzkommission ) blockiert. Durch Gespräche mit den Sektionen und der ENHK konnten nun für beide Objekte Lösungen gefunden werden. Die Cadlimohütte erhielt noch im Herbst die Baubewilligung, die Tschiervahütte wird mittels Wettbewerb auf Einladung neu beurteilt, sodass diese beiden Projekte im Jahre 2002 zur Ausführung kommen können. Auch für die Hüttenkommission erfreulich war die Nachricht, dass Architekt Toni Spirig, Celerina, für den Bau der Keschhütte

« SAC macht Schule » – und offensichtlich auch Freude Bouldern, ein faszinierender Sport, auch für die Zuschauer an der Kletter-WM 2001 in Winterthur Fo to :SA C- Ar chi v Fo to :Ra ine r Ed er

Die Verantwortlichen im Ressort Leistungssport

– Samuel Estoppey, Mitglied Zentralvor- stand, Ressortleiter – Urs Neu, Präsident Technische Kom- mission Sportklettern – Félicien Morel, Präsident Technische Kommission Skialpinismus DIE ALPEN 4/2002

mit dem schweizerischen Solarpreis ausgezeichnet wurde. Die ausgeklügelte Energiegewinnung mit einem Selbstver-sorgungsgrad von 74% kann jedoch aus Kostengründen noch nicht als allgemeiner Standard für andere Hüttenbauten angesehen werden. Die Hüttenkommission begleitete 10 Sektionen bei den Vorbereitungen für Hüttensanierungen und genehmigte 12 Subventionsbegehren für Unterhaltsarbeiten mit einem Subventionsanteil von Fr. 136 84O.–. Eine Arbeitsgruppe der Kommission arbeitete an der Wegleitung « Bau und Energie ». Parallel dazu ist zusammen mit der Kommission Schutz der Gebirgswelt eine Wegleitung « Hütten und Landschaft » in Vorbereitung, die mithelfen soll, die bestehende Problematik zwischen Hüttenbauten und Naturraum zu entschärfen. Im Juni trafen sich die Hüttenkommissionen der Alpenländer « Club Arc Alpin » in der Brenta ( I ). Schwerpunkte der Gespräche waren das « EU-Umweltgütesiegel », das künftig auch die alpinen Hütten immer mehr betreffen wird, die Wassergewinnung und die Abwasserreinigung.

Trotz eines schwierigen Winters und eines sehr frühen Wintereinbruchs im Herbst sind die Hüttenübernachtungen im Jahre 2001 im Vergleich zur Vorperiode um gut 3% gestiegen. Vielleicht beginnen die neu renovierten Hütten und die Hüttenwartskurse langsam Früchte zu tragen. Im August hat Bruno Lüthi die Arbeit als Bereichsleiter Hütten auf der Geschäftsstelle aufgenommen. Seine Hauptaufgaben liegen im Bereich Marketing und Logistik.

Nach langjähriger Mitarbeit sind Luca Pohl und Rolf Rudin aus der Hüttenkommission verabschiedet worden. Auch an dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal herzlich für ihre engagierte Arbeit. Gleichzeitig konnte mit Giorgio Gendotti als Nachfolger von Luca Pohl wiederum ein Tessiner Baufachmann in die Kommission aufgenommen werden. Schutz der Gebirgswelt Die Kommission engagierte sich 2001, neu unter der Leitung von Dr. Monika Frehner, vielfältig. So arbeiteten Vertreter der Kommission Schutz der Gebirgswelt ( KoSdG ) bei der Umsetzung der Mobilitätskampagne « Alpen retour » mit. Neben dem Alpenfahrplan konnte mit dem « Rail&Sleep-Ticket » eine vergünstigte Zweitageskarte kombiniert mit Hüttenübernachtung angeboten werden. In einigen Sektionen wurden zudem Mobilitätsberatungen durchgeführt. Der Konflikt Klettern–Naturschutz hat sich wegen der neuen Waldentwick-lungsplanungen besonders im Jura in den Kantonen Baselland und Solothurn zugespitzt. An zahlreichen Begehungen mit Behördevertretern vor Ort wurde versucht, den Anliegen des Naturschutzes so weit als nötig entgegenzukommen und gleichzeitig für eine sinnvolle Nutzung der Kletterfelsen unter Schonung der Naturwerte einzustehen. Gemäss Auftrag des Zentralvorstands hat die KoSdG eine neue Fassung der Richtlinien zu « Bergsport und Umwelt » ausgearbeitet und in einer ersten Vernehmlassung den Sektionen zugestellt. Zusammen mit Vertretern anderer Ressorts wurden die Grundlagenpapiere « Freier Zugang–Naturschutz » vervollständigt und vom ZV verabschiedet.

Ausserordentlich erfreulich verlief die Spendenaktion zu Gunsten des Naturschutzfonds – abgegeben wurde dabei der Alpenfahrplan –, wurde doch von über 16 000 Mitgliedern mehr als Fr. 450 00O.– überwiesen. Dadurch können eigene Projekte fortgeführt bzw. neue angegangen werden. Um die eigenen Mittel haushälterisch einzusetzen, wurde für die Projekte Wintertouren, Ratgeber Hüttenökologie und Ausbildung finanzielle Unterstützung durch externe Geldgeber gesucht.

Um für die geplanten neuen schweizerischen Grossschutzgebiete eine Position erarbeiten zu können, besuchte die KoSdG zusammen mit den Umweltbeauftragten der Sektionen das Val Malvaglia im Tessin, das einen Teil des vorgeschlagenen neuen Nationalparks Rhein-waldhorn/Adula bildet. Im Jahr 2001 erschienen die von Mitgliedern der Kommission SdG erarbeiteten Lehr- und Lernmittel Lebensraum Alpen und

Die Verantwortlichen im Ressort Hütten/Natur

– Dr. Thomas Tschopp, Mitglied Zentral- vorstand, Ressortleiter – Peter Büchel, Präsident Hüttenkom- mission – Dr. Monika Frehner, Präsidentin Kommission Schutz der Gebirgswelt 0 1996 1997 1998 1999 2000 2001 20000 40000 60000 80000 100000 120000 140000 160000 180000 Nichtmitglied Jugend ( inkl. SAC ) SAC-Mitglied Gratis Übernachtungszahlen nach Besuchergruppen 1996–2001

Alpen aktiv. Die Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete SAB sprach den beiden Werken des SAC den Medien-preis 2001 zu.

Von den Mitgliedern der Kommission sind aus beruflichen Gründen Maria Rohner und Claudia Challandes auf Ende Jahr zurückgetreten. Neu sind Christine Neff, Geografin, und Franziska Wüthrich, Umweltnaturwissenschaftle-rin und Lehrerin. Auf der Geschäftsstelle arbeitet Andrea Felder seit Anfang Jahr als Assistentin des Beauftragten mit einem 50%-Pensum.

Rettung/Medizin

Rettung Die Alpine Rettung des SAC hat sich im Jahr 2001 erfreulich weiterentwickelt. Zahlreiche Projekte forderten von den verantwortlichen Bereichsleitern grosse Mehraufwendungen neben der normalen Tätigkeit. Schwerpunkte waren das Jubiläum « 100 Jahre Alpine Rettung SAC » und das neue Erscheinungsbild der Alpinen Rettung SAC. Mit einem nationalen Behörden- und Medientag orientierte die Rettungskommission Ende Mai in Grindelwald die Bevölkerung und die Partner über den aktuellen Stand der Alpinen Rettung SAC. Die Zonenverantwortlichen informierten am gleichen Tag in allen Rettungszonen lokale und kantonale Behörden und Partner. Über 200 Medien wurden mit Pressemappen inkl. Fotos beliefert. Ra-dio- und Fernsehauftritte durch viele Retter rundeten den Informationstag ab. Das Buch 100 Jahre Alpine Rettung Schweizer Alpen-Club ist als aussergewöhnliche Festschrift ein gelungener Zeitzeuge. Es gibt einem breiten Interessenkreis einen aktuellen Überblick über die Alpine Rettung SAC. In Interlaken feierten die Retter mit den geladenen Gästen das Jubiläum in einem würdigen Rahmen, u.a. mit einer eindrücklichen Gedenkfeier, welcher der Abt von Disentis vorstand.

Auch durch Farben sollen die SAC-Retter in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden: die Retter in Schwarz-Gelb, die Hundeführer in Rot-Schwarz-Gelb. Mit der Supporter-Kollektion der Alpinen Rettung wird eine Linie für jedermann angeboten, die aber leider aus finanziellen Gründen den Rettern nach wie vor nicht gratis abgegeben werden kann. Das neue Abzeichen gehört zum Erscheinungsbild und soll nach dem Muster des Gesamtverbands die Zugehörigkeit zum Schweizer Alpen-Club zeigen. Neu werden die einzelnen Rettungsstationen mit dem eigenen Namen im Abzeichen erkennbar sein.

Ein neues verbessertes Alarmkonzept für Lawineneinsätze, in Zusammenarbeit mit der Rega erstellt, konnte noch vor der Wintersaison eingeführt werden. Mit dem Verband der Urner Seilbahnen, VUSS, konnte ein Zusammenarbeitsver-trag realisiert werden, wobei der SAC für die Rettung von Personen zuständig ist. Die Chamonix-Winde wurde als Ersatz-gerät für das Stahlseilgerät bestimmt. Dank einer grosszügigen Spende der Hutzenlaubstiftung konnte eine erste Lieferung bestellt werden. Ein Gerät mit Zubehör kostet Fr. 20 00O.–.

Das neu eingeführte Drei-Stufen-Modell der Ausbildung « zentral, zonal und regional » hat sich bewährt. Eine wichtige Erneuerung erfuhr das Hundewesen. Unter der Führung des Bereichsleiters Hundewesen wurde ein neues Ausbildungs- und Brevetierungskonzept eingeführt.

Sämtliche Rettungen wurden von den SAC-Rettern zur vollen Zufriedenheit ausgeführt. Neben der traditionellen Sommer- und Winterrettung sind vor allem bergsportfremde Aktivitäten verantwortlich für steigende Unfallzahlen in der Zwischensaison, sodass von einer Ganzjahresrettung gesprochen werden muss. Der tragische Tod von zwei Rettern bei einem Einsatz im Unterwallis zeigte einmal mehr die Risiken bei Rettungseinsätzen. Die Kantone und Gemeinden, Tourismusorganisatio-nen und professionelle Anbieter im Out-door-Bereich sehen den hohen Stellenwert eines sicheren, gut funktionierenden Rettungswesens, weshalb den Rettern die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen. Die Zusammenarbeit mit den Partnern wie Rega, KWRO, Seilbahnen Schweiz usw. verlief reibungslos. Als Mitglied der Int. Kommission für Alpines Rettungswesen ( IKAR ) ist der Schweizer Alpen-Club auch international vertreten.

Die Verantwortlichen im Ressort Rettung/Medizin

– Adriano Censi, Mitglied Zentralvor- stand, Ressortleiter – Louis Salzmann, Präsident Rettungs- kommission – Hans Jacomet, Präsident Medizinische Kommission Beim Jahrestreffen der Sektionsbeauftragten « Schutz der Gebirgswelt » im Val Malvaglia ( TI ) stand das Thema Grossschutzgebiete im Vordergrund.

Foto: Archiv Jürg Meyer DIE ALPEN 4/2002

Der Dank gilt allen SAC-Rettern und Beteiligten, die mit grossem Mut und Ausdauer Menschen in Not Hilfe gebracht haben.

Medizin Die Medizinische Kommission, die im SAC die Belange der Gebirgsmedizin vertritt, steht allen Kommissionen und allen SAC-Mitgliedern zur Bearbeitung und Beantwortung von gebirgsmedizinischen Fragen zur Verfügung. So wurden auch im Jahr 2001 in allen Bereichen der Gebirgsmedizin zahlreiche Auskünfte erteilt.

An einer ausserordentlichen Sitzung der MedKom vom 9. April in Stans wurden die einzelnen Aufgaben, Kompetenzen und Abgrenzungen bezüglich Rettung für die MedKom SAC, die Rettungskommission SAC und die SGGM besprochen. Das Reglement der MedKom SAC wurde dem neuen Rettungs-konzept angepasst. Die Zusammenarbeit mit der Rettungskommission verläuft nun dank des neuen Bereichs « Rettungsmedizin » unter der Leitung von Dr. med. Peider Frey optimal. Ihm stehen die Ärzt/innen Monika Brodmann, Kathrin Blunschi, Grégoire Zen Ruffinen und Hans Jacomet zur Seite. Höchste Priorität haben die Bestimmung eines verantwortlichen Zonenarztes und die Aus-und Weiterbildung unserer Bergretter. Neu in der MedKom SAC ist Dr. Mathias Zürcher, der das Projekt Hüttenapotheke leitet. Dazu wird zurzeit in fünf Hütten der Sektion Pilatus ein Pilotprojekt durchgeführt. Ziel ist, alle SAC-Hütten mit einer einheitlichen Hüttenapotheke zu versorgen.

Die MedKom arbeitete aktiv an Organisation und Durchführung der jährlich stattfindenden SAC-Ärztekurse für Gebirgsmedizin. In Tiefenbach konnte der Sommerteil des SAC/SGGM-Ärzte-kurses mit gut 60 Teilnehmern erfolgreich durchgeführt werden. Auch der Wiederholungskurs « Winter » mit sieben Teilnehmern fand ein gutes Echo. Dabei konnten 25 internationale Diplome für Gebirgsmedizin abgegeben werden. Der Kommissionspräsident Hans Jacomet, zugleich Oberarzt bei der Rega, würde sein Amt nach fünf Jahren gerne an einen jüngeren Kollegen mit Initiative für die Belange dieser Kommission übergeben, jedoch weiterhin als Vertreter der Rega in der MedKom SAC mithelfen, die anstehenden Probleme zu lösen.

Publizistik

Mitte 2001 hat Robert Bleuer das Ressort mit der Zeitschrift, dem Verlag, der Bibliothek und der Kultur von Bernhard Banzhaf übernommen. Die einzelnen Bereiche, die einen wesentlichen Teil zum Gesamtimage unseres Verbandes beitragen, werden gut geführt und bieten keine ausserordentlichen Probleme. Die laufenden Arbeiten werden deshalb mit aller Sorgfalt weitergeführt, immer auch mit dem entsprechenden Blick auf die Finanzen.

Zeitschrift Die ALPEN haben sich auch im vergangenen Jahr erfreulich entwickelt. Die zu Jahresbeginn vorgenommenen Anpassungen im Layout wirkten sich durchwegs positiv aus, was sowohl von Leser-als auch Inserentenseite mehrmals bestätigt wurde. Inhaltlich stützt sich die Redaktion auf die bestehenden durchwegs bewährten Leitlinien. Kurz: eine

Das Jubiläum « 100 Jahre Alpine Rettung SAC » prägte das SAC-Retter-Jahr 2001.

Fo to :B ru no Durr er

Die Verantwortlichen im Ressort Publizistik

– Robert Bleuer, Mitglied Zentralvorstand, Ressortleiter und Präsident Zeitschriftenkommission – Bernhard Banzhaf, Präsident Kultur- kommission – Martin Gurtner, Präsident Verlags- kommission – Barbara und Jürg Stüssi-Lauterburg, Co-Präsidium Bibliothekskommission DIE ALPEN 4/2002

professionell gemachte und angesehene Zeitschrift von hohem Niveau. Erfreulich hat sich auch das Inserategeschäft entwickelt. Obwohl in der gesamten Schweizer Presse ein empfindlicher Rückgang bei den Inseraten ( ohne Stel-lenangebote ) von etwa 10% hingenommen werden musste, konnten die ALPEN eine Zunahme von etwa 14% verzeichnen. Dazu haben das leicht veränderte Layout sowie eine Verlagerung der Prioritäten bei den Inserenten ( Rückzug aus dem E-Commerce ) als Hauptgründe beigetragen. Die Tatsache, dass mehrere neue Inserenten begrüsst werden konnten, zeigt die Qualität der Zeitschrift, die auch bei Marketingfachleuten vermehrt Beachtung findet.

Verlag Mit der durchwegs professionellen Betreuung durch den Verlagsleiter haben sich die Umsätze im Verlag sehr erfreulich entwickelt. Die aktiven Verkaufsan-strengungen zeigten entsprechend Wirkung. Umsatz bedeutet aber nicht immer auch mehr Ertrag, denn mehr Verkauf heisst auch mehr Umtriebe, mehr Spedi-tionsaufwand usw. Der SAC-Verlag weist für 2001 praktisch eine ausgeglichene Rechnung aus. Die Anpassung der Verkaufspreise gegen Jahresende verschafft dem Verlag das notwendige Kapital, um weiterhin attraktive Bücher mit einem gutem Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Dass das Verlagsprogramm auch inhaltlich stimmt, zeigt die Bestsellerliste in Bezug auf das Produktionsjahr: Von den sieben ersten Plätzen sind sechs mit Werken des Herausgabejahrs 2001 belegt. Erfolgreich ist auch der Internetauftritt www.sac-verlag.ch: Über ein Drittel der Bestellungen werden heute bereits elektronisch vorgenommen.

Bibliothek Die umfangreiche Bibliothek, die sich seit 1914 in der Zentralbibliothek in Zürich befindet, stellt einen erheblichen Wert dar und geniesst internationalen Ruf, wozu auch die von der Bibliothekskommission getätigten Neuanschaffungen jeweils beitragen. Zurzeit sind Gespräche mit der Zentralbibliothek Zürich für einen neuen Vertrag im Gange. Kernpunkte sind einerseits die Binde-kosten, die als konservatorische Massnahmen nötig sind, andererseits aber auch die administrativen Aufwendungen, die nach bestimmten Kriterien ab-gegolten werden sollen.

Kultur Die Kulturkommission engagierte sich einerseits beim FIFAD ( Festival International du Film Alpin Les Diablerets ), anderseits auch bei der Auswahl und Verleihung des SAC-Kulturpreises, der Ende November in Bern in feierlichem Rahmen überreicht wurde. Ein grosser Erfolg zeichnet sich bei der Ausstellung « Panoramen – Augen reisen » im Schweizerischen Alpinen Museum in Bern ab, u.a. auch dank der guten Medienarbeit mit Beiträgen in Radio, Fernsehen, Publikumszeitschriften und Zeitungen.

Marketing/Logistik, Recht und Finanzen

Marketing Im vergangenen Jahr wurden vor allem Marketingaktivitäten der verschiedenen Bereiche und Projekte unterstützt. Im Rahmen der Mobilitätskampagne konnte das « Rail&Sleep»-Ticket lanciert werden, und im Bereich Familienbergsteigen entstand das Projekt « 20 familienfreundliche Hütten », das auf die Saison 2002 gestartet wird. Der Internetauftritt wurde weiter entwickelt, u.a. ist er seit September 2001 praktisch durchgehend zweisprachig. Auf Grund der abflauen-den Interneteuphorie und der Erkenntnis, dass mit Bannerwerbung kaum Geld zu verdienen ist, soll der SAC-Internet-auftritt vor allem dort ausgebaut werden, wo auch ein kommerzieller Nutzen dahinter steckt wie im Verlag mit dem E-Shop, im Hüttenbereich und im Kurswesen. Die Mitgliederwerbung basiert nach wie vor auf dem Konzept, potenzielle Mitglieder dort anzusprechen, wo schon ein Bezug zu alpiner Aktivität besteht wie beispielsweise die provisorische Sofortmitgliedschaft auf Hütten.

Internationale Beziehungen In der Int. Dachorganisation UIAA arbeiten SAC-Delegierte in acht verschiedenen Kommissionen mit. Daneben wurde an den UIAA-Frühjahrs- und Herbstsitzungen intensiv über die Ver-bandsentwicklung diskutiert: Soll sich die UIAA vermehrt im Wettkampfsport engagieren, und wie weit sind die traditionellen Aktivitäten aufrechtzuerhalten. Nicht zuletzt geht es auch in der UIAA darum, mehr finanzielle Mittel zu beschaffen, um wenigstens einen Teil der grossen ehrenamtlichen Arbeit zu professionalisieren.

Auch der Club Arc Alpin diskutiert – im sechsten Jahr seines Bestehens – über seine weitere Zukunft. Der CAA möchte sich neue Statuten geben und sich als Ansprechpartner der EU in alpinen Fragen positionieren. An der Hauptversammlung in Schaan ( FL ) übernahm der Italienische Alpenclub den Vorsitz des CAA für zwei Jahre.

Geschäftsstelle/Logistik Nachdem die AV 2000 das Grobkonzept der neuen Mitgliederstrukturen genehmigt hatte, wurde mit einer Arbeitsgruppe das neue Beitragsreglement erar-

60 000 50 000 40 000 30 000 20 000 10 000 0 Anzahl Verkaufte Bücher 1998 1999 2000 2001 Verkaufte Bücher entsprechen 30 t oder 40 Paletten

Die Verantwortlichen in den Bereichen Marketing/Logistik, Recht und Finanzen

– Michael Caflisch, Mitglied Zentralvorstand, Ressortleiter Marketing/ Logistik – Bettina Geisseler, Mitglied Zentralvor- stand und Juristin – Yves Veya, Mitglied Zentralvorstand und Finanzchef DIE ALPEN 4/2002

beitet. An der AV 2001 genehmigten die Delegierten die neuen Mitgliederstrukturen. Parallel dazu wurde auf der Geschäftsstelle eine neue Software für die Mitgliederverwaltung evaluiert. Der Entscheid fiel auf eine international gängige Standardsoftware, die bereits an die Bedürfnisse des Deutschen Alpenvereins DAV angepasst worden ist. Dieser Umstand verspricht für die Zukunft Synergien in der Weiterentwicklung und Pflege der Software.

Mit der Anstellung des Bereichsleiters Hütten ist der Personalbestand auf 21 Vollzeitstellen gewachsen, in die sich 26 Mitarbeiter/innen teilen. Auf die Wachstumsphase der Geschäftsstelle muss nun eine Konsolidierungsphase folgen, wobei zu bedenken ist, dass das heutige Aktivitäten- und Dienstleistungsangebot nur mit einer grossen Zahl von Ehrenamtlichen aufrechterhalten werden kann. Sollte dieser Anteil in Zukunft geringer werden, muss der SAC entweder zusätzliche Mitarbeiter/innen auf der Geschäftsstelle engagieren oder das Angebot merklich reduzieren.

Recht Im nationalen Bereich waren verschiedene Projekte aus verschiedenen Ressorts rechtlich zu betreuen und Verträge zu redigieren. Anfragen der Sektionen zum Thema Verantwortlichkeit bei der Ausübung von Bergsportaktivitäten wurden beantwortet. Die Arbeitsgruppe Haftpflichtrecht konnte ihre Arbeit noch nicht aufnehmen. Dagegen fand ein eingehender Gedankenaustausch mit der von SAC/SBV getragenen Arbeitsgruppe Expertisen bei Bergunfällen statt. Die Rechtsentwicklung ( u.a. Entwurf eines neuen Haftpflichtgesetzes in der Schweiz ) wird mit gewisser Sorge betrachtet. Die von SAC-Juristen präsidierte Jahressitzung des « Gegenrechts auf Hütten » fand in Innsbruck statt. Auf zwei Arbeitstagungen der UIAA-Legal-Experts-Group standen Haftpflichtfra-gen im Vordergrund. Ein UIAA-Kom-pendium zur Rechtslage ist in Vorbereitung. Ein wichtiger Teil der Arbeit war der Kontaktpflege zu Sektionen und ausländischen Alpinvereinen sowie dem laufenden Gedankenaustausch mit den Kollegen im ZV und den Mitarbeiten-den auf der Geschäftsstelle gewidmet. a

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