Junioren-Weltmeister Daniel Winkler. Jugend-WM in Peking

Junioren-Weltmeister Daniel Winkler

An den Jugend- und Junioren-Welt-meisterschaften 2005 in Peking holte der Freiburger Daniel Winkler die Goldmedaille im Lead bei den Junioren. Die Leistungen der übrigen Schweizer Athleten entsprachen nicht ganz den Erwartungen. Beeindruckend war das Fremdartige des chinesischen Alltags.

Eine wunderschöne Parkanlage mit Teichen voller Lotosblumen in der Millio-nenmetropole Peking, eine beeindruckende Kletterwand von 18 m Höhe, über 400 Athleten aus 36 verschiedenen Nationen – das waren die Fixpunkte für den ersten Sportkletterwettkampf für Nachwuchssportler im asiatischen Raum im August 2005. Für das Ticket nach China hatten acht Athleten, vier Junioren Herren und je zwei Juniorinnen und Jugend-A-Damen, die Voraussetzung erfüllt.

Schweizer Weltmeister

Seine Junioren-Sportkletterkarriere krönte der 19-jährige Daniel Winkler mit dem prestigeträchtigen WM-Titel im Lead. Seiner Favoritenrolle gerecht werdend, hielt er dem enormen mentalen Druck stand und holte sich in überzeugender Manier den Weltmeistertitel in einer technisch schwierigen Route mit einer athletisch anspruchsvollen, vier Meter langen Dachpartie. In diesem packenden Finale verwies er den Franzosen Nicolas Badia und den Russen Ivan Kau-rov auf die Plätze zwei und drei.

Erfüllte und enttäuschte Erwartungen

Eine weitere gute Leistung der Schweizer Delegation verzeichnete die 15-jährige Bernerin Christina Schmid, die mit einer kämpferischen Vorstellung in der Halbfinalroute den Einzug ins Final der besten acht schaffte, dort aber an einem heiklen Zug scheiterte und sich schliesslich den sechsten Rang sicherte. Etwas durchzogen ist die Bilanz der weiteren Schweizer und Schweizerinnen. Juniorin Annina Guggisberg belegte den beachtlichen zwölften Rang – ihr bestes Resultat an internationalen Titelkämpfen. Die zweite Juniorin, Nina Caprez, enttäuschte nach einer exzellenten Vorstellung in der Qualifikation im Halbfinal und kam auf den 17. Schlussrang. Mit dem 18. Platz blieb auch die Genferin Anouk Piola, der die grosse Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit schwer zu schaffen machten, unter ihren Möglichkeiten. Unter den Erwartungen blieben der Genfer Anthony Sapey mit dem 2O. Rang, der 18-jährige Thomas Schmid aus Neuenegg, der nach einer anfänglich guten Leistung im Halbfinale patzte, mit dem 18. Rang im Schlussklassement und der Churer Remo Sommer mit dem 34. Platz. 1

Andere Länder, andere Sitten

Für die jungen Schweizer Teilnehmer standen diese Weltmeisterschaften auch unter dem Stern des Fremden und Exo-tischen. Hauptsächlich die enorme Hitze von bis zu 35 °C und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit bereiteten den Athleten Mühe. Die mitgebrachten Kühlwesten lieferten gute Dienste. Wie gewöhnungsbedürftig chinesisches Essen sein kann, zeigte sich schon beim Frühstück: Von Reis über Suppe, Teigtaschen und Beilagen wie eine Art dunkelviolettes Brot, das wie ein harter Schwamm aussah und auch fast so schmeckte, stand alles bereit. Eine Vielfalt von Gerichten aus verschiedenen Regionen, darunter die Pekingente als bekannteste lokale Spezialität, wurde mittags und abends aufgetischt, wobei sich die jungen Athleten und Athletinnen sicherheitshalber an Bekanntes hielten. Energiereiche Nahrung musste zusätzlich beschafft werden. Beeindruckend waren die Aktivitäten in der Parkanlage frühmorgens. Da wurden Joggen, Tai-Chi, Badminton, Fitness, Gymnastik, Rückwärtsgehen, Tanzen, Wasser-kalligrafie, Jonglieren und Spielen richtiggehend zelebriert. Nicht ganz einfach war die Verständigung mit den freundlichen und hilfsbereiten Einwohnern, die häufig kein Englisch sprachen. Da gabs nur eines: Wünsche und Ziele auf Chinesisch notieren lassen und danach sich selber durchschlagen. a Lukas Iseli, Nationaltrainer Nachwuchs Daniela Pfister, Administration Leistungssport 1 Alle Resultate auf www.sac-cas.ch Eröffnungszeremonie der LEAD Jugend- und Junioren-kletterweltmeisterschaft, die vom 25. bis 28. August 2005 in Peking stattfand.

Weltmeisterehren für Daniel Winkler: Der junge Schweizer verwies Nicolas Badia/FR und Ivan Kaourov/RUS auf die Plätze zwei und drei.

Fotos: Robert Rehnelt

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