Klettern mit der Schweizer Meisterin. Rivella Climbing 2008

Rivella Climbing 2008

Klettern mit der Schweizer Meisterin

Das Projekt « Rivella Climbing » geht in die neunte Saison – und ist beliebt wie eh und je. Die Tournee mit der transportablen Kletterwand begann diesen Sommer im toggenburgischen Nesslau. Die Schüler aus der Region hatten dabei das Privileg, von einer Schweizer Meisterin instruiert zu werden.

Es ist kurz nach 7 Uhr. Auf dem Parkplatz vor der Turnhalle in Nesslau steht ganz alleine ein blauer Skoda. Nur der « Swiss Olympic»-Kleber verrät, dass hier nicht irgendein Gast sein Auto abgestellt hat. Alexandra Eyer, die mehrfache Schweizer Meisterin im Leadclimbing, betreut im Auftrag des SAC die Kletterwand in Nesslau. Sie bereitet sich in der neuen Turnhalle auf ihre erste Klasse vor. « Das Programm ist sehr eng », erzählt die Kletter-expertin und zeigt auf ihren Einsatzplan. Die Klassen lösen sich fast im Stundentakt ab, und dies bis in den späten Nachmittag hinein. Das bedeutet viel Arbeit für sie. Aber Alexandra mag die Abwechslung zum Wettkampfklettern und geniesst die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sichtlich. « Sie sind sehr motiviert und können es kaum erwarten. Man muss schon aufpassen, dass sie vor lauter Eifer richtig zuhören und den Kopf bei der Sache haben. »

Sicherheit geht vor

Die erste Klasse aus Nesslau ist eingetroffen und rüstet sich mit Klettergurt und Kletterfinken aus – und schon zeigen sich die ersten Schwierigkeiten. Wie zieht man diesen Klettergurt an? Alexandra zeigt es vor und muss bei fast allen nachhelfen. « Das ist normal. Die Gurte Mobile Kletterwand zum Mieten Nähere Infos zu den Kletterwochen in den Schulen gibt es im Internet unter www.sac-cas.ch/jugend, auf der Geschäftsstelle des SAC unter Tel. 031 370 18 30 oder per Mail bei: andrea.fankhauser(at)sac-cas.ch sind oft so verdreht, da muss man schon etwas Übung haben, damit man sie richtig anziehen kann. » Sitzen die Gurte überall, folgt die Einführung in das Sichern. Anschaulich und mit kleinen Eselsbrücken gespickt erklärt die Klet-termeisterin den Kindern, wie sie den Halbmastwurf in ihr Seil knüpfen. Nach einer kleinen Demonstration an der Wand gilt es ernst. Die ersten Kinder wagen sich in die Wand und erklimmen das Top. Alexandra steht daneben und gibt kurze Instruktionen: « Geh mit der linken Hand weiter » oder « Rechts belasten und hoch ». Wieder am Boden erzählen die Novizen Alexandra stolz von den erfolgreich bezwungen Routen. Der Lärmpegel steigt nun von Minute zu Minute. Aber die hektische Schülerschar bringt Alexandra nicht aus der Ruhe. Selbst bei allzu nachlässigem Sichern verliert sie nicht die Nerven. Gelassen geht sie auf die Kinder zu, entschärft die Situation und erklärt nochmals von vorn. Spätestens an dieser Stelle zeigt sich ihre langjährige Klettererfahrung. « Die Kinder lernen sehr schnell und sind sehr aufmerksam. Doch nach einer gewissen Zeit lässt die Konzentration nach, dann wird es gefährlich. Wenn nur noch rumgealbert wird, breche ich die Lektion ab. Das ist auch schon vorgekommen », erzählt sie. « Die Sicherheit geht einfach vor », schiebt sie nach und wird bereits wieder von allen Seiten von ungeduldigen Kindern belagert. Unter den aufmerksamen Blicken seiner Mit schülerinnen übt dieser Knabe das Sichern mit dem Halbmastwurf.

Zum Sichern gehört auch, dass man den Gesicherten beobachtet, was die Schweizer Meisterin Alexandra Eyer ihren gelehrigen Schützlingen vorlebt. Fotos: Alex W ydler

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