Krapfentessel

Inventarnummer: 880.047

Tesseln dienten früher als Holzurkunden. Durch das Einritzen bestimmter Zeichen hielt man juristische Tatsachen darauf fest. Krapfentesseln dokumentierten die Weidrechte, die der Bauer und der Alpvogt ausgehandelt hatten. Dabei wurde von einem Holzstab ein drei bis vier Zentimeter langes Stück abgeschnitten. Diesen sogenannten Beitessel erhielt der Bauer, das grosse Holzstück bewahrte der Vogt an einem Bund auf. Auf diesem Stück zeigen Einkerbungen (z.B. ganzer Einschnitt = eine Kuh, halber Einschnitt = Rind usw.) oder eine Zahl das Weidrecht des ­Bauers.

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