La scoperta del Monte Generoso

Mit «La scoperta del Monte Generoso» ist der 415 Seiten dicke, reich illustrierte Bildband betitelt. Tatsächlich eine Entdeckung. Der aus Liaskalk aufgetürmte Berg ist der florareichste des Tessins mit allein 23 Orchideenarten. Hier wachsen Blumen, die es sonst nirgends gibt. Fast unbehelligt von menschlicher Hand, blüht die Westflanke des Monte Generoso, die mit ihren haltlosen Grasbändern und senkrechten Trümmermauern eindrücklicher als manche Hochalpenwand aussieht. Auf der andern Seite ist der Berg leichter zugänglich. Dottore Pasta liess einen gepflasterten Saumweg aus Kalksteinen errichten, auf dem Maultiere die Vorräte und die weiblichen Gäste in die damals noch dunstfreie Höhe brachten; fünf Franken Lohn erhielten die Treiber für den Aufstieg vom Bahnhof Mendrisio zum Grandhotel. 1890 wurde die Bahn auf den Monte Generoso eröffnet, sodass noch mehr Touristen die weitreichende Aussicht bewundern konnten – und dies immer noch tun: Bei guter Fernsicht sieht man den ganzen Alpeninnenbogen vom Monte Viso über den Monte Rosa, das Matterhorn, das Finsteraarhorn und den Dammastock bis zum Bernina und Ortler, im Süden das Glasdach des Mailänder Hauptbahnhofs, dahinter den Apennin. Und in der Tiefe die steilhügelige, von schimmernden Fjorden durchzogene Landschaft.

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