Lernkarten über Wiesen- und Alpenpflanzen. Karl Waser/Walter Dietl

Karl Waser, Walter Dietl

Lernkarten über Wiesen- und Alpenpflanzen

Verlag LBBZ Schüpfheim, 2006, ISBN 978-3-907821-29-9. Fr. 29.– Die meisten kennen von ihrer Schulzeit her die Kärtchenmethode zum Lernen von Wörtern. Mit den ansprechenden Pflanzenlernkarten von Waser und Dietl ist es nun auch möglich, sich Pflanzen auf diese Art einzuprägen. Die Lernkar-ten sprechen vor allem Bauern und an der Alpwirtschaft Interessierte an. Sie sind in Nummerierung, Aufbau und Inhalt auf das Buch « Wiesen- und Alpenpflanzen » von Walter Dietl und Manuel Jorquera abgestimmt.

Die Karten vermitteln interessantes Wissen, das für viele, die bisher nur Standard-Alpenpflanzenbücher kennen, neu ist. Zum Beispiel lernt man, welche Alpenpflanzen Nahrung für Schmetterlinge bieten oder welche Arten aus der Sicht der Älpler beliebt oder förderungs-würdig sind. Oft sind dies ganz andere Arten als die, welche Pflanzenliebhaber sonst begeistern.

Der erste Teil der Karten vermittelt allgemeines Wissen zur Alpwirtschaft, beispielsweise über nachhaltige Bewirtschaftung oder Auswirkungen von Düngung und Nutzung auf die Artenzahlen der Pflanzen in den Alpweiden. Der zweite Teil besteht aus 70 ausgewählten Pflanzenkarten. Auf der Vorderseite sind ansprechende Fotos der Pflanzen, auf der Rückseite sind stichwortartig die wesentlichen Merkmale beschrieben, ergänzt mit Angaben zum Standort, zum futterbaulichen Wert oder zu ihrer Lebensgemeinschaft mit Insekten. Der dritte Teil stellt 15 verschiedene Weiden und Streuewiesen der Alpen vor. Am Schluss entdeckt man noch verschiedene Postkarten von Alpenblumen und Insekten, die als Geschenk beigelegt sind. a Sabine Joss, Beatenberg Sanieren ist Arbeit, die neben den notwendigen Kenntnissen auch eine entsprechende Ausrüstung verlangt.

Verschiedenes

Diversi

Divers

Hoher Geburtstag der Pioniere

Der britische Alpine Club feierte vom 22. bis zum 24. Juni 2007 in Zermatt seinen 15O. Geburtstag ( vgl. Alpen 6/2007 ). 300 Mitglieder des ersten Bergsportver-eins in der Geschichte des Alpinismus waren an den Fuss des Matterhorns gereist, um an der « Zermatt Extravaganza » teilzunehmen. « Die grösste Versammlung des AC », schwärmte deren Präsident, Stephen Venables. Der erste Brite ohne Sauerstoff auf dem Everest war nur einer von vielen berühmten Alpinisten, die sich dort eingefunden hatten, wo ihre Vorgänger die meisten Viertausender erstmals bestiegen hatten. Himalayapio-nier und Überlebenskünstler Doug Scott war dabei, George Band, Erstbesteiger des Kantschenzönga ( 8596 m ) im Jahre 1955 und Autor der Jubiläumsschrift « Summit – 150 Years of the Alpine Club ».

Am 22. Juni bestiegen Band und Gefährten mit Zermatter Bergführern bei miserablen Wetterverhältnissen das Breithorn ( 4164 m ). Abends zeigte sich das Matterhorn in schönstem Licht, als auf dem Dorfplatz das Denkmal zu Ehren des Alpine Club eingeweiht wurde: « Marking 150 years of friendship between Zermatt and the pioneers of alpinism » ist da neben einem Alpinisten eingraviert, der vor dem berühmtesten Gipfel des Dorfes ( und der Welt ) empor-blickt und den Hut zieht.

In einer Ansprache stellte Doug Scott den neu ins Leben gerufenen « Alpine Club Spirit of Mountaineering Com-mendation » vor. Diese Auszeichnung soll Alpinisten verliehen werden, die in schwierigsten Situationen aufs eigene Gipfelglück verzichten, um in Not geratenen Bergsteigern zu helfen. a Daniel Anker, Bern

« Seven Summits » bezwungen

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