Mavering Climbing Cup 2003. Wettkampfklettern wird immer populärer

Wettkampfklettern wird immer populärer

Maverick Climbing Cup 2003

Steigende Teilnehmerzahlen vor allem bei den Jugendlichen, professioneller organisierte Wettkämpfe und grösseres Interesse bei Zuschauern und Medien belegen: Das Wettkampfklettern wird in der Schweiz immer populärer.

Zum ersten Mal drängten sich vergangenen Herbst bei den Schweizer Meisterschaften in Schlieren über 1000 Zuschauer in eine Kletterhalle, um einen Wettkampf zu verfolgen. Sie waren fasziniert von den gebotenen Leistungen, auch wenn einige den Klettersport kaum kannten. Zu bester Sendezeit wurde im Sport-panorama, der wichtigsten Schweizer Fernsehsportsendung, während fünf Minuten über diesen Anlass berichtet. Die stark gestiegene Medienpräsenz im Fernsehen und in den Zeitungen zeigt das wachsende Interesse an dieser noch jungen Sportart. Tatkräftige Unterstützung leisteten Tourmanager Simon Wandeler, Partner Ford und die Agentur FAF. Ein grosses Dankeschön geht an die lokalen Organisatoren und die vielen Helfer, insbesondere an Muriel und Michel Piola in Genf, Patrick Hilber, Stephan und Rahel Kernen in Schlieren und Hanspeter Sigrist in Niederwangen, die seit vielen Jahren regelmässig Wettkämpfe organisieren.

Getrennte Wettkämpfe Erstmals wurden die Wettkämpfe der Jugendlichen und der Erwachsenen teilweise getrennt durchgeführt. Denn ein eintägiger Anlass mit allen Kategorien und weit über 100 Teilnehmern kann nur noch von grossen Hallen mit entsprechender Infrastruktur durchgeführt werden. Zweitägige Wettkämpfe, wie früher teilweise üblich, werden aus wirtschaftlichen Gründen kaum mehr organisiert.

Die Saison 2003 startete mit den Boulder-Schweizer-Meisterschaften ( SM ) für Jugendliche in Genf, gefolgt von einem Youth Climbing Cup in Winterthur. Die Saison für die Elitekategorie wurde Ende August in der neuen Kletterhalle in Thun eröffnet. Nach einem weiteren Jugendwettkampf in Bülach fand in Niederwangen mit dem Jugend-Europacup wieder einmal ein internationaler Wettkampf in der Schweiz statt. Und Ende November folgte im Magnet in Niederwangen mit dem Maverick Climbing Cup gleich der nächste Anlass. Die Speed-SM wurden von der Technischen Kommission Sportklettern SAC

Alexandra Eyer und Cédric Lachat, die gegenwärtigen Leistungsträger von Swiss Climbing, während des Weltcups in Avilés, Spanien, wo sich beide auf Rang 4 platzierten Matthias Müller erzielte am letzten Weltcup der Saison 2003 in Edinburgh ( GBR ) ein Spitzenresultat: den 5. Platz im Bouldern.

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am Comptoir in Lausanne vor vielen Zaungästen und mit grosszügiger Unterstützung des VBS durchgeführt.

Saisonhöhepunkt waren eindeutig die Difficulty-SM in Schlieren mit spannendem Wettkampfsport, vielen Zuschauern, Showeinlagen und einer grandiosen Stimmung. Parallel zu den schon fast perfekt organisierten Boulder-SM der Elite in Schaffhausen fand ein Drei-länderwettkampf mit den besten deutschen und österreichischen Boulderern statt, der für zusätzliche Spannung sorgte. Dabei zeigten die beiden auch international erfolgreichen Dominatoren der Saison, Cédric Lachat aus Pruntrut bei der Elite Herren und Alexandra Eyer aus Zürich bei der Elite Damen, dass sie auch im Bouldern der Konkurrenz voraus sind. Doch es zeichnete sich ab, dass die Konkurrenz härter werden wird. Vor allem bei den Männern wird sich Cédric gegen die aufstrebenden Nachwuchsathleten Anthony Sapey aus Genf und Daniel Winkler aus Villars-sur-Glâne sowie den Bündner Rivalen aus Jugend-zeiten, Roman Felix, mächtig anstrengen müssen.

Die Teilnehmerzahlen bei den Jugendlichen sind gegenüber dem Vorjahr um ca. 20% gestiegen, bei den Erwachsenen ungefähr gleich geblieben. Mit dem wachsenden Nachwuchsreservoir werden in Zukunft auch bei den « Grossen » mehr Wettkämpfer antreten. Die Perspektiven sind in allen Belangen sehr erfreulich. a

Urs Neu, Präsident TK Sportklettern

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