Mehr Freiwillige als Arbeit Einsätze auf SAC-Hütten

Interessierte an Freiwilligenarbeit auf den SAC-Hütten gibt es viele. Doch bislang nutzen nur wenige Hütten Angebot.

Sie bohrten und schleppten Steine und Kies: Während vier Wochen haben rund 57 Lehrlinge des Bauunternehmens ­Frutiger AG im letzten Jahr die Terrasse der Britanniahütte auf Vordermann ­gebracht. Statt auf einer Baustelle in der Stadt ­arbeiteten sie auf über 3000 Metern Höhe inmitten der wilden Bergkulisse. «Die Lehrlinge waren begeistert», sagt Stephan Tschudi, Mitglied der Geschäftsleitung und Ititiant des Lehrlingsprojekts. Auch für den Hüttenwart hat sich der Einsatz ­gelohnt: «Es war eindeutig eine Win-win-­Situation», sagt Dario Andenmatten.

Verbände, Firmen oder Private, die sich in der Natur engagieren wollen, gibt es in der Schweiz viele. Seit einem Jahr kooperiert der SAC mit der Koordinationsstelle für Arbeitseinsätze im Berggebiet (KAB). Die Vielfalt der möglichen Projekte ist gross: Ob Mauersanierungen, Umgebungs- und Weg­arbei­ten oder die Verlegung von Stromleitungen – Arbeit gibt es genug.

Bisher ist die Nachfrage der Hütten aber bescheiden. «Im vergangenen Jahr wurden nur sehr wenige Projekte von Sektionen oder Hüttenwarten bei der KAB oder bei uns eingereicht», sagt Ulrich Delang, ­Bereichsleiter Hütten beim SAC. Viele ­Anfragen kämen gar nicht erst zum ­Zentralverband, sondern würden direkt über die Sektion oder über den Hüttenwart vereinbart. Dazu komme der geringe ­Bekanntheitsgrad: «Vielen Hütten ist gar nicht bewusst, wie sie von freiwilligen Gruppen profitieren könnten.» -> www.sac-cas.ch/huetten/arbeit-auf-huetten

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