Messner Mountain Museum – ein kulturelles Abenteuer. Messners 15. Achttausender

Messner Mountain Museum – ein kulturelles Abenteuer

Auch nach der Eroberung schwierigster Wände und aller Achttausender ist es um Reinhold Messner nicht still geworden. Der unermüdliche Extrembergsteiger, Politiker, Buchautor und Vortragsreisende in eigener Sache ist nun auch kulturell kreativ.

Reinhold Messner ist trotz seines immer noch jugendlichen Äusseren schon lange eine Legende und ein oft unbequemer, polarisierender Geist. Nach der Eroberung der höchsten Gipfel dieses Erdballs wandte sich das Südtiroler Urgestein zunächst dem Südpol, dann der Krypto-zoologie und hierauf der Politik zu – um über all die Jahre im Gespräch zu bleiben.

Messner Mountain Museum

Der Bergfex hat auf seinen ungezählten langen Reisen nicht nur Berge bestiegen, deren Gipfel in die Jetströmung hinaufreichen, sondern dabei auch eine ansehnliche Zahl kultureller Objekte und Kunstgüter gesammelt. Diese werden nun sukzessiv einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Das Konzept « Messner Mountain Museum » sieht fünf permanente Ausstellungsorte mit unterschiedlichen Themen vor. Eröffnet sind bereits jene in Juval und Sulden im Vinschgau sowie auf dem Monte Rite im Veneto. Am zentralen Ausstellungsort auf Schloss Sigmundskron bei Bozen wird noch gearbeitet, und der letzte Standort ist noch nicht bekannt. Für Messner ist dieses Projekt zum 15. Achttausender seines Lebens geworden, zu einem kreativen Abenteuer, für dessen Realisierung er sich nur allzu oft gegen regionale und lokale Widerstände durchsetzen musste und noch immer muss. « Museum in den Wolken » – so wird das « Messner Mountain Museum Dolomiten » auch genannt. In luftigen 2181 m liegt es auf dem Monte Rite bei Cibiana di Cadore im Veneto.

Zwischen den Bildern eröffnet sich dem Betrachter dank Glasfenstern da und dort die Realität: spektakuläre Blicke in die nahen Dolomiten. Diese umfassende Panoramasicht vom Monte Rite ist eine echte Attraktion. Damit Reinhold Messner seine gesammelten kulturellen Objekte und Kunstgüter ausstellen kann, wurde die alte italienische Kriegsfestung zu einem Museum umgebaut. Für Messner ist dieses Projekt sozusagen zum 15. Achttausender seines Lebens geworden.

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Juval und Sulden

Auf dem idyllischen Schloss Juval im Vinschgau, wo Messner biologischen Wein und andere landwirtschaftliche Produkte anbaut, wird seine umfangreiche Sammlung von Tibetika gezeigt. Diese stammt aus dem Himalaya, wo die meisten « seiner » Achttausender stehen. Zur Einstimmung der Besucher flattern bunte Gebetswimpel im Wind, und darunter grunzen wohlig Yaks. Jene Tiere, die so manches Mal Messners Gepäck zum Basislager getragen haben, bevor der Einsatz von Hubschraubern die Expeditionen verkürzen half. In Sulden dreht sich alles um den « Ortler », und in Anbetracht seiner riesigen vergletscherten Flächen um das Thema « Eis ». Die Ausstellungsräume sind unterirdisch angelegt, das Kunstlicht wird ergänzt durch die Sonne, die durch die « Gletscherspalten » auf den Betrachter herunterscheint. Daneben befindet sich das so genannte Flohhäuschen mit einer kleinen Sammlung alpiner Kuriositäten.

Monte Rite

Das « Messner Mountain Museum Dolomiten », auch « Museum in den Wolken » genannt, liegt auf luftigen 2181 m, auf dem Monte Rite bei Cibiana di Cadore im Veneto. Untergebracht ist es in einer alten italienischen Kriegsfestung, die für diesen Zweck umgebaut wurde. Im Innern der « Ex Batteria » und der ehemaligen Munitionskammer sind hauptsächlich Zeichnungen und Gemälde von Bergen zu deren Erschliessung und Schönheit ausgestellt. Zwischen den Bildern eröffnet sich dem Betrachter dank Glasfenstern da und dort die Realität: spektakuläre Blicke in die nahen Dolomiten. Diese umfassende Panoramasicht vom Monte Rite ist eine echte Attraktion, und die passendere Bezeichnung wäre deshalb « Museum über den Wolken ». Bei schönem Wetter mindestens. a Bernhard Rudolf Banzhaf, Saas Fee Fotos: Oswald Stimpfl

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