Neue Dimension nicht nur für die Hütten

Mit der neuen Monte-Rosa-Hütte hat der Hüttenbau im SAC eine neue Dimension erreicht. Noch nie war die Zusammenarbeit mit den Hochschulen so eng. Noch nie wurde ein Autarkiegrad von 90% bewusst angestrebt. Und noch nie hat eine Hütte so viel gekostet. Aber was merken wir Alpinistinnen und Alpinisten davon, wenn wir dort übernachten? Die Einbettung in der Landschaft, die Ein- und Ausblicke, aber auch die Raumabfolgen und die architektonische Gestaltung sind einmalig, und das nicht nur in dieser Höhenlage. Im Gebrauch sollte sich die Hütte nicht von einer anderen unterscheiden. Im Idealfall werden wir freundlich empfangen und reichhaltig verköstigt, geniessen den Sonnenuntergang und das Zusammensein, wir erholen uns in der Nacht für die anstehende Tour.. " " .Unsere Grundbedürfnisse haben sich seit dem Bau der ersten Hütte kaum geändert: Wir brauchen ein Dach über dem Kopf, wir wollen essen, trinken und schlafen. Der Architektur- und Gestaltungsanspruch ist aber gestiegen. Der SAC nimmt das Privileg, in einmaligen alpinen Lagen eben dieses Dach bauen zu dürfen, bewusst wahr. Und was ist mit der « Technik »? Wie viel davon brauchen wir heute, um unsere Bedürfnisse abzudecken? Wie kann der SAC mehr als 300000 Gäste pro Jahr beherbergen und trotzdem den -Einfluss auf die Umwelt gering halten, sei es beim Bau, bei der Abwasser-behandlung oder bei der Energiegewinnung? Auf der Monte-Rosa-Hütte werden diese Fragen von der ETH Zürich wissenschaftlich untersucht. Mit dem Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen, um in Zukunft möglichst « saubere » Häuser zu bauen und zu betreiben – nicht nur SAC-Hütten. Auf Seite 29 erfahren Sie, welchen Herausforderungen die Wissenschaftler – und indirekt auch das Bewartungsteam sowie die Gäste – sich stellen.

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