No Billag: droht den «Hüttengeschichten» das Aus?

612 000 Zuschauer haben im letzten Jahr «Hüttengeschichten» gesehen. Für einen Verband wie den SAC eine unbezahlbare Chance, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Damit könnte es aber bald vorbei sein. Wird die Initiative «No Billag» angenommen, droht den Fernseh- und Radioprogrammen der SRG in allen Sprachregionen das aus. Denn der Initiativtext hält unmissverständlich fest: «Der Bund betreibt in Friedenszeiten keine eigenen Radio- und Fernsehstationen. Auch eine Auslagerung, etwa an einen gemeinnützigen Verein, wäre ausgeschlossen. Darin heisst es weiter: «Er subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen.» Im Klartext bedeutet dies, dass es in Zukunft nur noch rein kommerzielle Angebote gäbe. Die Zulassungen gingen an den Meistbietenden: «Der Bund versteigert regelmässig Konzessionen für Radio und Fernsehen.» In einem solchen Umfeld wäre es auch sehr schwierig, sportliche Leistungen wie jene der Athleten und Athletinnen von SAC Swiss Climbing und SAC Swiss Ski Mountaineering überhaupt noch einer breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Der SAC-Zentralverband steht der Initiative deshalb ablehnend gegenüber. Seine Haltung deckt sich damit mit jener der anderen grossen Sportverbände, die unter dem Dach von Swiss Olympic zusammengeschlossen sind. Auch sie befürchten, dass bei Annahme der Initiative nur noch das ins Fernsehen kommt, was den privaten Produzenten kommerziell lukrativ erscheint. Für Randsportarten, Kultur und politische Zwischentöne, wie sie der SAC etwa in Umweltfragen artikuliert, bliebe kein Platz mehr übrig.

 

 

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