Ohne Schweiss kein Preis

Heiss und schwül wird es bei den olympischen Kletterwettkämpfen vom 4. bis zum 7. August in Tokio zugehen. Die Schweizer Olympiastarterin Petra Klingler lässt das ziemlich kalt.

Adam Ondra trainiert im Sommer mit Heizung, und auch anderen Kletterolympioniken bereiten die zu erwartenden klimatischen Bedingungen in Tokio schwitzige Hände. Das Wettkampfareal im Aomi Urban Sports Park in der Tokyo Bay befindet sich auf einer Asphaltfläche, 35 bis 40 °C sind dort im August nicht selten. Petra Klingler, die sich bereits für Olympia qualifiziert hat, lässt sich aber nicht einschüchtern. «Wir werden dort ja in einem gekühlten Raum sein und dann nur schnell für die Läufe rausmüssen.» Ihr habe Hitze ohnehin nie etwas ausgemacht. Ihre Haut sei generell schlecht, egal, ob es warm oder kalt sei. «Meine Finger bluten eigentlich bei jedem Wettkampf. Ich muss einfach lernen, mit Tape zu klettern», sagt die Schweizer Boulderweltmeisterin von 2016.

Ihre Strategie lautet: «Lieber mehr trainieren und fitter sein, als zu viel Zeit und Gedanken an die Hitze zu verlieren.» Bei derzeit rund 30 Wochenstunden Training verteilt auf sechs bis sieben Tage bleibt ohnehin kaum Zeit für zusätzliche Massnahmen. «Im Sommer mittags trainieren, die Ventilatoren abstellen oder in der Sonne joggen, solche Sachen werde ich schon machen», so die 27-Jährige. Petra Klinglers Hauptfokus ist aber ein anderer: möglichst fit und gesund bei Olympia anzutreten.

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