OK-Präsident der Bachtel-Réunion. Neu belebte Tradition

Neu belebte Tradition

Seit 1992 setzt sich Erwin Ochsner für den Erhalt des wohl traditionsreichsten SAC-Sektionstreffens ein. Ihm und seinem OK 1 ist es gelungen, die Bachtel-Réunion zu neuem Leben zu erwecken – Grund genug für ein paar Fragen zum Werdegang.

ALPEN: Wie entstand die Bachtel-Réunion?

Erwin Ochsner: Die erste Neujahrs-Réunion fand 1887 auf Einladung der Sektion Uto statt, wobei der Gedanke dazu wohl anlässlich eines im Jahr zuvor in Rapperswil erfolgten Clubisten-Tref-fens der Sektionen Tödi und Bachtel gefasst worden war. Bald einmal vergrösserte sich der Kreis der beteiligten

Erwin Ochsner, der immer aktive und nach neuen Ideen suchende OK-Präsident der Bachtel-Réunion Fo to s:

DIE ALPEN 3/2002

Sektionen. Man stieg gemeinsam auf den Bachtel, und ein erster Höhepunkt bildete ein Schlittelrennen hinunter nach Wald zum gemeinsamen Mittagessen. Ab 1892 verlegte man das Mittagessen auf den Bachtel. Die Bachtel-Réunion hat in all den Jahren diese sek-tionsübergreifende Idee des kameradschaftlichen Kontakts beibehalten und gepflegt.

Was waren deine Ziele, als du die Initiative ergriffen und ein eigenständiges OK 2

zusammengestellt hast?

Gemeinsam mit Fritz Bächle, dem vormaligen Präsidenten der Sektion Bachtel, suchten wir Gleichgesinnte, um diese Réunions-Idee zu erhalten und ihr mit neuen Programmteilen auch zusätzliche Attraktivität zu verleihen.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Heute besteht in allen Bereichen ein Überangebot. Es ist deshalb für einen traditionsorientierten Anlass schwierig geworden, Leute – auch SAClerinnen und SACler – dafür zu begeistern. Ein zentraler Bestandteil ist und bleibt das « Chögelen », das nach dem Prinzip von freier Rede und Gegenrede erfolgende gegenseitige « Auf die Rolle Schieben » der anwesenden Sektionsvertreter. Daneben sind wir stets auf der Suche nach neuen Ideen, seien es interessante regionale geschichtliche Aspekte oder wie dieses Jahr ein typisches Erzeugnis, die in einem originellen Referat vorgestellt werden. Und nicht zu vergessen die spontanen Beiträge. An wen richtet sich die Bachtel-Réunion, und was wünscht sich dein OK für die Zukunft?

Wir freuen uns über eine möglichst grosse Anzahl Besucher aus allen Réunionssektionen 3 sowie Gäste aus anderen Sektionen. Teilnehmer sind vorwiegend ältere Mitglieder. Wir suchen aber nach Lösungen, um sowohl für Jüngere und für Frauen attraktiv zu werden als auch die Besucherzahl steigern zu können. Diesmal lag sie – vermutlich wegen des strahlend schönen Winterwetters – mit 65 unter dem Durchschnitt. Wir freuen uns über alle, die heute auf den Bachtel gekommen sind, und über jene, die der Réunion weiterhin die Treue halten, damit wir diese sektionsverbin-dende kameradschaftliche Tradition erhalten können. a

eg 1 Neben dem Präsidenten Erwin Ochsner bestehend aus: Bruno Angst ( Rinsberg ), Fritz Bächle, verstorben am 7.8.2001 ( Bachtel/Thurgau ), Hermann Inglin ( Bachtel ) und Erich Widmer ( Uto ) 2 Zuvor war die Bachtel-Réunion ein vom Vorstand der Sektion Bachtel organisierter Anlass. 3 Die Réunionssektionen sind Bachtel, Hoher Rohn, Einsiedeln, Manegg, Pfannenstiel, Randen, Rinsberg, Thurgau, Toggenburg, Tödi, UTO, Winterthur, Zindelspitz.

Im Aufstieg zum Bachtel. Blick gegen Süden in die Zentralschweizer und Glarner Alpen

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