Petra Klingler: Meisterin mit Schmerzen

Grosse Wettkämpfe bieten oft die Gelegenheit, Szenen zu beobachten, in denen jemand über sich hinauswächst. An der Schweizer Meisterschaft im Bouldern am 18. Mai dieses Jahres in Grindelwald war dies wieder der Fall.

Petra Klingler1, die sich zwei Tage zuvor am Weltcup in Innsbruck eine Fussverletzung zugezogen hatte, verteidigte ihren Titel bei den Damen trotz Schmerzen. Wie schon 2013 wurde die Zürcherin auf dem Podest von Rebekka Stotz und Natalie Bärtschi flankiert.

Bei den Männern holte sich Kevin Hemund2 den Schweizer Meistertitel. Der Berner, der auf Ende Jahr seinen Rücktritt vom Wettkampfsport bekannt gegeben hat, setzte sich souverän gegen Kevin Heiniger und Benjamin Blaser durch. Nach dem Rücktritt von Cédric Lachat Ende letztes Jahr war der Kampf um den Titel dieses Jahr sehr offen gewesen.

Auch in der Kategorie M18 wurde Spektakel geboten. Bei den Knaben gelang dem Walliser Baptiste Ometz3, dem Vizemeister des letzten Jahres, die Revanche gegen Sascha Lehmann, indem er ihn auf den zweiten Platz verwies. Den dritten Rang holte sich Dimitri Vogt. Bei den Mädchen setzte sich die Zürcherin Andrea Kümin4 gegen Solveig Korherr und Jara Späte durch.

Die Schweizer Meisterschaft im Bouldern fand dieses Jahr im Rahmen des Boulder Happening in Grindelwald statt. Anlässlich der vierten Austragung fand auch ein internationaler Boulderweltcup statt. Während zehn Tagen massen sich Amateure und ­internationale Spitzenathleten in den verschiedenen Wettbewerben im Sportzentrum Grindelwald.

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