Pioniere der Alpentopografie. Paul Caminada

AS-Verlag, Zürich 2003; ISBN 3-905111-99-3. Fr. 98.–

Angesprochen sind mit diesem gewichtigen Werk ( 1,. " " .8 kg !) alle Alpinisten, besonders aber jene Generation, die mit den Vorgängern der Landeskarten unterwegs war. Der Untertitel « Die Geschichte der Schweizer Kartenkunst » verdeutlicht die Zielrichtung des Autors: einen Überblick über die Entwicklung jener Abbilder der Landschaft geben, die ganz eng mit dem Alpinismus verknüpft sind und die der Schweiz zu Weltruf verholfen haben. Paul Caminada beginnt mit der ersten Schweizer Karte von ca. 1496. Dann streift er weitere frühe Schweizer Karten. Hier hätte die gemalte Reliefkarte des Hans Conrad Gyger aus dem Jahr 1667 eine Erwähnung und Abbildung verdient. Die topografischen Reliefs und der Meyer-Weiss-Atlas um 1800 sind ausführlich illustriert. In die Geschichte der Landesvermessung – verbunden mit Erlebnisberichten und kurzen theoretischen Erklärungen – sind biografische Notizen eingebettet, die sich im ausführlichen Personenverzeichnis wiederfinden. Dort hat der Autor 275 Lebensberichte und viele Porträts zusammengetragen. Mit mehreren Ausschnitten ist die Dufourkarte vertreten. Hat der Verlag bei diesen Reproduktionen sparen müssen? Wenn ungefalzte Exemplare zur Verfügung stehen, dürfte man nicht auf Leinen aufgezogene Karten abbilden. Im Kapitel Nomenklatur wie an einigen weiteren Orten zeigt sich Paul Caminadas Verbindung zur Kunst: Es sind Reproduktionen von Gemälden eingestreut. Für den Siegfriedatlas gibt es wieder verschiedene Beispiele, Ausschnitte und ganze Blätter. Mit den Beschreibungen der Instrumente erreicht man die Neuzeit. Und hier kommt der Wunsch, dass die Landestopografie diesen Band mit der Geschichte der Landeskarten ergänzen möge.

Martin Gur tner, Wichtrach Für die Almagellerhütte, 2894 m, am Fuss des Weissmies, war das Hüttenjahr 2003 dank des aussergewöhnlichen Sommers erfolgreich, denn « die Leute flohen direkt in die Höhe ». Aber nicht alle Hütten haben vom Jahrhundertsommer 2003 profitiert. Die Cabane de Saleinaz CAS beispielsweise musste einen Besucherrückgang verzeichnen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

In unbewarteten Hütten macht das Verhalten rücksichtsloser Gäste immer mehr zu schaffen: Sie übernachten in der Hütte und benutzen die Infrastruktur, ohne zu bezahlen. Cabane de Saleinaz CAS, 2693 m Fo to :F eli x Ma ue rhofe r Fo to :A rc hi v SA C/ Ch rist oph Ae bi sc he r Foto: Archiv SAC/Christoph Aebischer DIE ALPEN 1/2004

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