Piz Palü – Dreiklang in Fels und Eis. Daniel Anker, Hans Philipp

AS-Verlag, Zürich 2003. Fr. 54.–

Er ist nicht der höchste, gilt aber als einer der schönsten Gipfel der Alpen: der Piz Palü im Berninamassiv. Grund genug für Daniel Anker – diesmal mit dem Co-Herausgeber Hans Philipp –, dem Berg eine der Monografien zu widmen, die seit einigen Jahren im AS-Verlag erscheinen. Geschichte, Geschichten und Anekdoten rund um den « Dreiklang in Fels und Eis », verbunden mit Ausschnitten aus dem Drehbuch zum Film « Die weisse Hölle am Piz Palü », die als roter Faden dienen, werden von verschiedenen Autoren erzählt. Sei es die umstrittene Erstbesteigung von 1835, sei es die Rolle des Berges und seiner Umgebung in Film und Literatur, seien es die Umstände von tragischen Unglücksfällen und glücklichen Rettungen – mit der Akribie, welche die Bücher der ganzen Reihe auszeichnet, lassen die Herausgeber und Autoren das Bild eines Gipfels entstehen, das die Faszination für diesen Berg und vielleicht auch für die Berge überhaupt verständlich macht. Auch die grosszügige Aufmachung des vielseitigen, informativen und auch witzigen Illustrations-materials wie Plakate, historische Fotografien, Filmstandbilder, Postkarten usw. trägt zum positiven Eindruck dieses Bergbuchs bei. Es fragt sich allerdings, ob eine solche Darstellung eines Gipfels die Bergwelt eigentlich entmythologisiert oder vielmehr zur Legendenbildung beiträgt und einer Überhöhung des Geschehens rund um die Gipfel Vorschub leistet.

Emanuel Balsiger, Hettiswil

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