Prof. Fridolin Becker: Glarnerland mit Walensee und Klausenstraße

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Der als topographischer Ingenieur, Kartograph und Vertreter der Militärwissen-schaften am eidg. Polytechnikum in Zürich bekannte Verfasser und unser Clubgenosse hat schon wiederholt über seinen Heimatkanton und über die Klausenstraße berichtet, und wir haben darüber in diesem Jahrbuch referiert. In diesem neuesten Werk begrüßen wir eine Zusammenstellung alles Bisherigen und eine einheitliche Verarbeitung mit den Nachträgen, welche das 160 Seiten umfassende handliche Büchlein zum Range einer landeskundlichen Publikation erhebt, ohne ihm den praktischen Wert als Reisebegleiter zu nehmen. Wir erfahren darin: Geographisch-historisches aus dem Glarnerland über die Kultur, das Land und seine Bewohner; wir lernen die Zugänge zum Glarnerland kennen und in einem „ Gang durch das Glarnerland " die nötigen Einzelheiten, erst über das Ganze, dann durch die einzelnen Landesteile, das Unterland, das Mittelland mit dem Klöntal, das Hinterland mit dem Sernftal. Den Abschluß macht eine Beschreibung der Klausenstraße, ausgehend von Linthal und endigend in Altdorf. Eine orientierende Einleitung-, ein alphabetisches Namensverzeichnis, ein alphabetisches Personenverzeichnis erleichtern das Nachschlagen über Berge, Pässe, Gipfel, Ortschaften, interessante Persönlichkeiten, die man gerne näher kennen lernen möchte. Beigegeben, resp. beigeheftet sind: Praktische Winke für den Besuch des Glarnerlandes, Ausgabe 1912, in welcher der Besucher besonders das Verzeichnis der Hotels, Pensionen, Gasthäuser und Restaurationen und, wenn er Bergsteiger ist, die der Bergführer, Träger, alpinen Rettungsstellen und Clubhütten, den Auszug aus dem Führertarif der Sektion Tödi S.A.C., die Führertaxen für Gipfelbesteigungen, den Tarif zur Benützung der glarnerischen Alphütten begrüßen wird. Die künstlerische Ausstattung unterstützt den Wert des Textes. Den Umschlag ziert die wirkungsvolle Vedute des Tödi von der Ülialp. Auf der Rückseite des in biegsamer Leinwand hergestellten Umschlags finden wir eine Übersichtskarte der Eisenbahn- und Straßenrouten von und nach Glarus. Als Titelblatt figuriert eine farbige Kunstbeilage: „ Am Eingang ins Glarnerland " nach einem Gemälde von Balz Stäger; es folgen im Buche etwa 80 getönte Illustrationen, darunter mehrere wirklich hervorragend schöne Vollbilder und Panoramen, und an den Buchdeckel geheftet eine von der Geographisch-artistischen Anstalt von Kümmerly & Frey in Bern erstellte Reliefkurvenkarte des Kantons Glarus mit seinen Grenzgebieten. Diesen Grenzgebieten gehört eine „ Verschreibung " auf der Karte an: Dissentis. Prof. Becker schreibt richtig: Disentis. Er schreibt auch richtig „ Suworow ", ist aber doch genötigt, auf S. 85 den lapidaren Irrtum .,Suwarow " in photographischer Treue auf die Nachwelt zu bringen. Zur Korrektur schreibt er darunter: Gedenktafel an Suworow auf dem Panixerpaß. Schade ist und mißlich für den Genuß beim Leser, daß das Kunstdruckpapier, von welchem die getönten Illustrationen sich allerdings gut abheben, abscheulich spiegelt. Das ist aber auch das einzige, was ich auszusetzen wüßte.Redaktion.

Section Chaux-de-Fonds du Club Alpin Suisse. Bulletin annuel n° 21, 1912.

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