SAC-Alpinführer

Peter Straub als Autor einer der letzten erschienenen SAC-Alpinführer spricht mit seinem Leserbrief (ALPEN 2/09) ein Thema an, welches auch mich schon lange beschäftigt. Ich schätze die hohe Qualität der zahlreichen Neuerscheinungen, die aber leider tatsächlich fast ausschliesslich Auswahlführer sind. Warum das wohl so ist? Hat das vielleicht damit zu tun, dass der klassische Alpinist, welcher wie ich am liebsten selber eine Route mihilfe der Führerliteratur erarbeitet, eher eine aussterbende Spezies ist? Ich stelle auf meinen vielen Touren jedenfalls fest, dass man abseits von Pfaden und markierten Routen, abseits von bekannten Gipfeln oder im Hochgebirge auf Gipfeln unter der magischen 4000er-Grenze, meist völlig alleine unterwegs ist. Auch wenn mich gerade diese anspruchsvollere Art des Bergsteigens fasziniert, ist heute wohl der Grossteil der Berggänger lieber auf einer vorgeschlagenen, bezeichneten Route unterwegs und damit mit einem dieser Auswahlführer gut bedient. Auch Kletterer, die fast ausschliesslich bestens gesicherte, gebohrte Routen hochsteigen, sind mit eigener Kletterführerlite-ratur bestens versorgt.

Ich bin mir bewusst, dass die Überarbeitung der veralteten Alpinführer eine äusserst anspruchsvolle und aufwendige Arbeit ist, für welche erst noch geeignete Autoren gefunden werden müssen. Eine Orientierung/Stellungnahme der zuständigen Organe unseres Verbandes zum aktuellen Stand – geplante oder eventuell schon in Arbeit befindliche Neuausgaben inkl. Termine – unseres zentralen und nach wie vor äusserst wichtigen Verlagswerkes würde sicher nicht nur ich, sondern viele engagierte Clubmitglieder sehr begrüssen. 

Ihre Meinung in den Alpen

Die Leserbriefe geben ausschliesslich die Auffassung des Autors wieder und müssen nicht mit jener des SAC übereinstimmen. Die Redaktion behält sich die Ablehnung, Annahme und die Kürzung der Briefe vor.

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