SAC-Expeditions­team auf hohem Niveau

Zehn von ursprünglich 24 Kandidaten haben die ersten Hürden auf dem Weg ins SAC-Expeditionsteam geschafft. Die Kandidaten mussten ihre Fähigkeiten an der Kletterwand und im Dry-Tooling unter Beweis stellen. Ausserdem wurde ihre Kondition bei einem Rennen über rund 1000 Höhenmeter auf den Chistihubel (2216 m) im Kiental geprüft. Die Kandidaten hätten dabei hervorragende Leistungen gezeigt, sagt Bruno Hasler, Fachleiter Ausbildung: «Ich war überrascht vom hohen Niveau.»

Im Gegensatz zum letzten Expedi­tions­team, in dem mit Christelle Marceau eine Frau vertreten war, wird es sich beim neuen Team um eine reine Männergruppe handeln. Es habe sich nur eine Kandidatin beworben, die es in der Qualifikation aber nicht unter die ersten zehn geschafft habe, sagt Hasler. Generell gebe es im klassischen Alpinismus weniger Frauen als etwa im Sportklettern.

Als Nächstes werden die Kandidaten auf einer mehrtägigen Unternehmung im hochalpinen Gelände getestet. Dabei sei auch die Sozialkompetenz der jungen Männer wichtig, so Hasler. Beim Expeditionsbergsteigen spiele der Teamgedanke eine grosse Rolle.

Ziel des Projektes ist es, das klassische Bergsteigen in schwierigem, kombiniertem Gelände zu schulen und zu fördern. In mehreren Unterrichtsblöcken erhalten die Teilnehmer eine umfassende Ausbildung für das Begehen anspruchsvoller Touren in alpinem Gelände. Der dreijährige Lehrgang wird mit einer Expedition abgeschlossen.

Begleitet werden die Jungalpinisten von einem Team des Schweizer Fernsehens.

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