SAC: Fürsprecher der Alpen, Fürsprecher der Alpinisten. Freier Zugang und Mitgliederstruktur

In unserem Leitbild steht: «Der SAC setzt sich dafür ein, dass der weitgehend freie Zugang zur Alpenwelt heute und in Zukunft erhalten bleibt.» Im Leitbild steht aber auch: «Der SAC ist bestrebt, die Belastung der Bergwelt durch seine eigenen Aktivitäten möglichst gering zu halten und einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu fördern.» Es ist dies ein Spannungsfeld, in dem wir uns heute vor immer neue Fragen und deren aktuelle Lösungen gestellt sehen.

Im Jura, im Mittelland und in den Alpen werden wir in den letzten Jahren verstärkt mit Felssperrungen und Zu-trittsbeschränkungen konfrontiert. Dabei gilt es jedes Mal von neuem zu entscheiden: Wo kämpfen wir für den freien Zugang und wo lassen wir der Natur den Vortritt?

Der Zentralvorstand sieht sich voll und ganz im Dienste der Mitglieder und Sektionen und respektiert die historisch gewachsene, föderalistische Struktur des SAC. Irgendwo stösst diese Haltung aber an eine Grenze des «Machbaren». Eine solche Grenze ist im Bereich der Mitgliederverwaltung erreicht: Im SAC gibt es ca. zwanzig unterschiedliche Mitgliederkategorien. Aufgeteilt auf die 111 Sektionen müssen von der EDV der Mitgliederverwaltung gegen 2500 Kombinationen bewältigt werden. Dieser Umstand belastet unsere Verwaltung nicht nur personell und finanziell, sondern ist auch stets Ursache für Fehler. Darauf ist bereits an der AV 2000 hingewiesen worden. Die vom Zentralvorstand inzwischen eingesetzte Arbeitsgruppe, bestehend aus erfahrenen Leuten aus den verschiedensten Sektionen, ist nun daran, Lösungen zu erarbeiten, mit dem Ziel, eine schlankere Struktur, eine Reduktion der Kategorien und eine Vereinfachung der Kombinationen zu erreichen. Ich hoffe, dass die Präsidentenkonferenz diese Stossrichtung mitträgt, auch wenn Struktur und Spielraum der einen oder anderen Sektion dadurch betroffen werden sollte.

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