Schesaplana Bergnamen

Die Schesaplana ist der höchste Gipfel des Rätikons. Ihr Name ist offensichtlich romanischer Herkunft. Eine naheliegende Erklärung dafür ist allen ersichtlich, die schon einmal im Oberengadin waren und ein paar Brocken einer romanischen Sprache verstehen: Dort trägt jedes zweite Ferienhaus einen Namen, der mit Chesa beginnt, zu Deutsch schlicht Haus. Aber ist die Schesaplana ein «flaches Haus», eine Art alpines Hochhaus? Kaum. Der Name wird zurückgeführt auf das alträtoromanische «sassa plauna»‚ «ebener Fels». Welcher Fels namengebend war, lässt sich nicht mehr herausfinden. Wohl aber leuchtet ein, wie die Verwechslung mit dem Wort für Haus entstand: Das schweizerdeutsche «d Schesaplana» wird leicht als Tschesaplana ausgesprochen und Tschesa klingt in Deutschschweizer Ohren genau wie das Engadiner Wort «Chesa». Nur kommen Flachdachhäuser im Rätikon als Berge nicht vor und sind auch bei touristischen Bauten selten: Vorherrschend ist hier der Chaletstil mit Giebeldach.

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