Slongo, Mario: Wo findet denn das Wetter statt?

Verlag Lokwort, Bern 1995. Fr. 26. Wo findet denn das Wetter statt? Im Radio natürlich, denn von dort stammen die in diesem Buch gesammelten Wetterthemen von Wetterfrosch Mario Slongo. Im Zeitalter, wo Blu-menkohlwolken in und Cumuli con-gesti out sind, haben Wetterthemen nicht in Radio und Fernsehen, nein auch in den gedruckten Medien Hochkonjunktur. Mario Slongo führt in seinem Buch ( und in seinen Radio-Beiträgen ) in leichtverständlicher Art und Weise durch die komplexe Materie, die jeden von uns betrifft. Wir erfahren, ob der Föhn aus Venezuela kommt oder nicht, lernen den Unterschied zwischen einer Wolke und einem Nebel kennen, erfahren, ob die Nullgradgrenze weiss, wohin sie gehört oder nicht. Und der Autor sagt uns, wie man mit einem Baum jährlich fünftausend Franken sparen kann. Slongo sei Dank. Kein Zweifel, Meterol, Metolorolo, Meteorologie ist in.

Peter Donatsch, Maienfeld Vogel, Andrea: Grenzen Mitarbeit Charly Bieler. Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 1995. Fr. 59. Zum Film oder zur TV-Sendung das Buch: Diese multimediale Verpackung von Ereignissen ist heute Standard. Am besten verkauft sich eine möglichst gleichzeitige Lancierung, doch bei sportlichen, in den Medien übertragenen Anlässen ist dies nicht möglich. Im Sommer 1992 umrundete der Multisportler Andrea Vogel in 83 Tagen die Schweiz: kletternd, schwimmend, fahrend und fliegend alles der Grenze entlang. 1882 Kilometer ( in Wirklichkeit ein paar mehr ), 151 Gipfel ( darunter das Matterhorn ), 148 000 Höhenmeter Aufstieg ( das macht siebzehnmal Aufstieg von Meereshöhe auf den Mount Everest ): eine Tour, in der auch der Grenzgänger an sein physisches und psychisches Limit kam. Aber: « Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg !» Das schreibt Bundesrat Adolf Ogi im Vorwort des Buches, in dem der Bündner Alpinist seine einmalige Tour de Suisse, aber auch andere Fahrten auf die Berge der Welt beschreibt. Es ist ein buntes Buch mit eingestreuten Texten anderer Autoren ( insbesondere des Journalisten Charly Bieler ), mit interessanten Zitaten von einst und heute, mit Karikaturen zu diesem ganz besonderen Exemplar der Vögel Graubündens und mit zahlreichen Farbfotos. Sie zeigen grosse Berge, kleine Schönheiten am Wegrand und natürlich immer wieder den Hauptakteur. Zu dem Bild, auf dem er eine Schafherde anzuführen scheint, heisst es: « Wenn man einen Sommer lang im Fernsehen gezeigt wird, hat man plötzlich viele Fans. » Daniel Anker, Bern e a

Üpine Geschichte, Cultur, Erzählungen

Storia, cultura, letteratura alpina

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;t littérature alpines

Mitte Dezember 1995fand in der Alten Kirche Flüelen eine ungewöhnliche Vernissage statt: Vorgestellt wurde das Buch Alle Viertausender der Schweizer Alpen bestiegen und aquarelliert.

Dieses Werk geht auf die « Operation 4000 » der Anfang 1995 neugeschaffenen Rekrutenschule für Gebirgsspezialisten der Zentralen Gebirgskampfschule Andermatt zurück. Es enthält denn auch - neben 35 mehrfarbigen Aquarellen des Bergmalers Heinz Leuzinger - zahlreiche Erlebnisberichte von an der einmaligen Aktion beteiligten Rekruten und Unteroffizieren.

Ein Buch mit Dokumentationswert Am 26. August 1995 brachen verschiedene Seilschaften der neugeschaffenen Geb Spez RS 15/215 zur Besteigung aller Viertausender der Schweizer Alpen auf. Das eigentliche Ziel der « Operation 4000 », nämlich alle Viertausender an einem einzigen Tag zu besteigen, konnte wegen der miserablen Wetterbedingungen nicht erreicht werden. Immerhin - bis zum Nachmittag des 27. August wurden alle Gipfel erfolgreich bestiegen. Damit bewiesen die Rekruten und das Kader dennoch, dass sie auf Anhieb zu besonderen Leistungen fähig sind. Über die ungewöhnliche Aktion hat die Gebirgskampfschule nun ein Buch herausgegeben, mit dem einerseits den Beteiligten selbst, anderseits der Öffentlichkeit eine Dokumentation der « Operation 4000 » von bleibendem Wert überreicht werden soll.

Feier mit vielen prominenten Gästen In der renovierten Alten Kirche Flüelen, die immer wieder einen schönen, schlichten ( wenn auch etwas kalten !) Rahmen für Ausstellungen und Vernissagen bietet, kamen am 12. Dezember 1995 Spitzen der Schweizer Armee, verschiedene Politiker des Kantons Uri, Gebirgsspeziali- sten und Bergführer sowie einheimische und auswärtige Gäste und Freunde zusammen, um das Erscheinen des Buches würdig zu feiern. Divisionär Hansruedi Sollberger, Direktor des Bundesamtes für Infanterie, bezeichnete die « Operation 4000 » in seiner Ansprache als einmalige Aktion, bei der das individuelle und kollektive Leistungserlebnis im Vordergrund gestanden habe. Einmalig sei die « Operation 4000 » nicht nur wegen der unalltäglichen Organisation und des grossen Einsatzes von allen Beteiligten gewesen, sondern auch wegen des teilweise miserablen Wetters.

35 Aquarelle als Hauptbestandteil des Werkes Oberst i Gst Sergio Romaneschi, Kommandant der Zentralen Gebirgskampfschule Andermatt, würdigte in seiner Ansprache die Autoren. Den Hauptbeitrag zum Buch geleistet hat Adj Uof Heinz Leuzinger, der einerseits für die redaktionelle Leitung verantwortlich zeichnete, anderseits mit 35 mehrfarbigen Aquarellen, die sämtliche Viertausender der Schweiz zeigen, den Grundstock zum Buchin-halt lieferte. Die Originale der im Buch publizierten Aquarelle waren anlässlich der Vernissage in der Alten Kirche Flüelen ausgestellt. Heinz Leu- Buchvernissage « Operation 4000 »: Div. Hansruedi Sollberger ( links ) mit dem Bergmaler und Illustrator des Buches, Heinz Leuzinger zinger hatte sämtliche Bilder innerhalb von wenigen Monaten erstellen müssen. Er erwähnte denn auch, dass er wegen des Zeitdrucks keine andere Möglichkeit gehabt habe, als einen grossen Teil der Aquarelle ab Fotografien zu malen. Bewusst habe er aber dafür Schwarzweissaufnahmen verwendet, denn so habe er wenigstens in farbgeberischen Belangen Kreativität entwickeln können.

Gedanken zur Bergmalerei Heinz Leuzinger, seines Zeichens Bergführer und seit vielen Jahren als Instruktor an der Gebirgskampfschule tätig, unterliess es nicht, vor den zahlreichen Gästen einige grundsätzliche Bemerkungen zur Bergmalerei zu machen. So sagte der gebürtige Glarner etwa: « In einem orientierungslo-sen Umfeld - auch in der Kunst -, in welchem es Mode ist, alles bisher Gültige in Frage zu stellen und den'Gag'in den Vordergrund zu rücken, hat der Bergmaler eine besondere Aufgabe. » Die feierliche Übergabe des ersten Buches Alle Viertausender der Schweizer Alpen bestiegen und aquarelliert leitete schliesslich zum gemütlichen Teil der ungewöhnlichen Vernissage am Urnersee über.

Gem. Mtlg.

t on Hütten und Biwaks ifugi e bivacchi 1 abanes et bivouacs

tung wird von einer Fotovoltaikan-lage geliefert, die schon in der früheren Hütte diente. Die alte Hütte soll abgebrochen und das Gelände in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden.

Die Einweihung Die feierliche Einweihung der neuen Hütte am 24.. " " .September 1995 war trotz des schlechten Wetters ein voller Erfolg. Mehr als 250 Personen haben daran teilgenommen. Nach den Ansprachen des Präsidenten der Sektion Leventina, Vito Burgener, des Vertreters der Hüttenkommission des SAC, Luca Pool, und des Sindaco von Bedretto, Diego Orelli, zelebrierte Don Aurelio Foletta eine Messe und segnete die Hütte. Die Feierlichkeiten wurden durch die Corale di Giornico verschönt, deren fröhlicher Gesang das graue Wetter vergessen liess. Die Veranstaltung schloss mit einem von der Società Pro Risotto von Giubiasco aufs Beste servierten Essen.

Gem. Mtlg. SAC-Sektion Leventina ( Ü

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