Stephan Siegrist – Balance zwischen Berg und Alltag. Röbi Koller

Stephan Siegrist – Balance zwischen Berg und Alltag

AS-Verlag, Zürich 2007, 288 Seiten, 168 Abbildungen, ISBN 978-3-909111-32-9. Fr. 45.–.

« Wenn ihr einen sucht, der auf tutti geht, dann müsst ihr einen andern suchen », schrieb Stephan Siegrist 2006 seinem Sponsor nach dem Misserfolg am Gasherbrum noch vom Flughafen aus. Ausgerechnet « Stef », den seit der TV-Doku « Eiger live » die halbe Schweiz kennt, der zur Weltspitze des Extremkletterns zählt und als Roger Federer des Bergsteigens durchgehen könnte. Er sieht nämlich ebenso gut aus und ist ebenso beliebt – nur lächelt er deutlich mehr, selbst auf 7000 Metern oder am Cerro Torre im Sturm. Das macht den Schweizer Bergführer nicht nur sympathisch, sondern beschert auch dem Leser seines Porträts eine gute Laune – trotz ( oder gerade wegen ) der haarsträubenden Bilder von Furcht erregenden Abgründen an den schwierigsten Bergen der Welt. Der Fernsehstar Röbi Koller, berg-erprobt durch die TV-Reportagen « Matterhorn » und « Eiger live », hat in diesem Buch das Profil von Stephan Siegrist unterhaltsam und entlang spannender Fragen nachgezeichnet. Dank Interviews mit Freunden, Partnern und Familie ist ein umfassendes Porträt entstanden, hinter dem « Stef » nicht nur als kompromissloser Spitzenbergsteiger, sondern ebenso als feinfühliger und bescheidener Mensch durchscheint, dem die Balance zwischen Bergkarriere und Alltag offenbar vor allem eines abverlangt: ein freundliches Lächeln. Vor allem jetzt, nachdem ihm dieses Jahr die Begehung der äusserst schwierigen Nordwand des Arwa Tower im Himalaya gelang. Der Sponsor kann sich die Suche also sparen. Charles Mori, Eber tswil sind, stark dafür einsetzen, dass der Klettersport einen festen Platz im Turnun-terricht erhält. Aber auch an Schulen, an denen weniger erfahrene Personen unterrichten, wird die grosse Begeisterung der Kinder fürs Klettern ernst genommen. Einige Schulklassen besuchen nach der Rivella Climbing-Woche als Abwechslung zum Sportunterricht eine Kletterhalle, wo das Gelernte angewendet werden kann. In einigen Turn- und Sporthallen werden bei Sanierungen sogar fixe Kletterwände eingebaut, die dann auch von Vereinen abends genutzt werden dürfen. Diese Entwicklung ist erfreulich und zeigt, dass die Kletterwochen eine nachhaltige Wirkung haben.

Ausblick Rivella Climbing 2008

Weil die Kletterwochen in den Schulen immer noch sehr beliebt sind, wird die Tournee 2008 wiederum im ähnlichen Rahmen wie in den letzten Jahren stattfinden. Im Januar starten wir bereits wieder in die neue Saison. Da die Nachfrage für den Herbst gross ist, werden wir voraussichtlich nach den Sommerferien nochmals für einige Wochen an den Schulen unterwegs sein.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es im Internet unter www.sac-cas.ch/jugend, auf der Geschäftsstelle des SAC, Telefon 031 370 18 30, oder per Mail an andrea.fankhauser@sac-cas.ch. a Andrea Fankhauser, Fachleiterin Jugend Beim Klettern mit verbundenen Augen lernen die Kinder, mit Gefühlen wie Angst und Vertrauen umzugehen.

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