Tourismus soll florieren, im Einklang mit der Natur

Wollen wir die Ausdehnung der Heliskiing-Landeplätze, wie es jüngst durch die Presse geisterte? Sollen die Landeplätze ausgedehnt und zum Teil so verlegt werden, dass Mehrfrequenzen möglich sind? Allein auf den beiden im UNESCO-Gebiet gelegenen Landeplätzen Ebnefluh und Petersgrat wurden jährlich insgesamt 1500 Flugbewegungen für Heliskiing und Champagnerfrühstücke gezählt! Wollen wir das wirklich? Der Tourismus soll florieren, aber er ist in Einklang mit der Natur und in geregelten Bahnen zu entwickeln. Naturnaher Tourismus, mit Unterstützung des einheimischen Gewerbes, sowie nachhaltige Landschaftspflege Hand in Hand mit einheimischen Landwirten ist kein abstrakter Begriff. Der Fonds Landschaft Schweiz beispielsweise, 1991 mit Bundesgeldern zum Jubiläumsjahr der Schweiz geschaffen, hat in den vergangenen 20 Jahren rund 1700 Projekte mit über 100 Millionen Franken gefördert, die vorzugsweise den Gebirgs- und Tourismuskantonen Graubünden, Wallis und Tessin zugutekamen. Daran mag wohl Bundesrätin Doris Leuthard als neue Umweltministerin gedacht haben, als sie kürzlich über die Ziele der Raumplanung zwar visionär, aber mit absoluter Notwendigkeit erklärte, dass die Zersiedelung der Schweiz und die immer grössere Mobilität in diesem Tempo so nicht weitergehen können. « Ich möchte eine schöne und nachhaltige Schweiz », sagte sie. Und ich ergänze: Tragen wir Sorge zu unserer Schweizer Bergwelt, wir können sie nicht ersetzen, wenn sie einmal zerstört ist!

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