Vielfalt erhalten

Wie viel Komfort braucht eine SAC-Hütte? Wie lässt sich die Versorgung mit Energie und Wasser und dessen Entsorgung optimal lösen? Wie viel Geld darf und soll bei einem Neu- oder Umbau ausgegeben werden? Was sucht der Gast heutzutage, wenn er in SAC-Hütten übernachtet? Das Hüttenwesen beschäftigt sich laufend mit solchen Fragen – und dies schon seit es SAC-Hütten gibt. So wurde beispielsweise in der 1900 eingeweihten Weisshornhütte über Betten mit 55 cm Breite diskutiert, wie im Bericht « Von der Pritsche zur ‹Suite› » in diesem Heft nachzulesen ist. Heutzutage sind die Komfortansprüche gewachsen, sodass die Zentrale Hüttenkommission im Februar 2007 beschloss, die minimale Bettenbreite bei Neu- und Umbauten auf 70 cm festzulegen. Ein Beschluss, der in der Praxis schon vielerorts Einzug gehalten hat. In einzelnen Sektionen wird inzwischen sogar über noch bessere Platzverhältnisse nachgedacht.

Die hüttenbesitzenden Sektionen sind gefordert und mit ihnen der Zentralverband mit seiner Hüttenkommission. Das Ziel von uns allen ist es, eine Hütte möglichst nachhaltig zu bauen und zu betreiben. Eine grosse Rolle spielen dabei die Finanzkraft der Sektion und deren Vorstellungen, wie eine Hütte ausgestattet sein soll. Dabei stellt sich auch die Frage, wie autonom die Sektionen Entscheide für ihre Hütte treffen und inwiefern der Zentralverband Einfluss nimmt.

Uns als neu gewähltem Hüttenkommissionspräsidium ist es wichtig, dass der Zentralverband, die Sektionen, Hüttenchefs und -warte gemeinsam Lösungen erarbeiten. Die neu zu entwerfende Hüttenstrategie soll darum ein Gemeinschaftswerk sein, das breit abgestützt und akzeptiert sein wird. Sie wird über das bestehende Hüttenreglement hinausgehen und sämtliche Aspekte des Hüttenwesens beinhalten. So vielfältig wie die Sektionen, so vielfältig sind auch die 153 SAC-Hütten – dies gilt es zu erhalten und soll auch in der zukünftigen Hüttenstrategie zum Tragen kommen.

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