Vielseitige Etzel-Zusammenkunft

Alljährlich am ersten Dezembersonntag finden sich auf dem Et-zel-Kulm Vertreterinnen und Vertreter von 10 bis 12 Sektionen aus dem umliegenden Zürichseegebiet und der Zentralschweiz ein. Auch diesmal, anlässlich der 93. Etzel-Zusammenkunft am 7. Dezember 1997, füllte sich der grosse Saal des Etzel-Gasthauses mit etwa 150 Clubmitgliedern. Kernstück des Anlasses war das Referat « SAC und Umweltschutz -ein Panorama » von Jürg Meyer.

Bei prächtigem Wetter präsentiert sich der 1098 m hohe « Hausberg » der SAC-Sektion Hoher Rhön weiss überzuckert in einem wunderschönen winterlichen Kleid. Sektionspräsident Peter Hausmann eröffnet die Zusammenkunft um halb zwölf Uhr. Grossen Applaus erhält Ruedi Gisler von der Sektion Zindelspitz, der zum 5O. Mal ununterbrochen an der Etzel-Ta-gung teilnimmt!

Besonderes Interesse an Natur-und Landschaftsschutzthemen In seiner Begrüssungsansprache blickt der Präsident der « Hoh-Rhön-ler » auf die letzten 100 Jahre zurück und ruft dabei den enormen Wandel in Erinnerung, der in dieser Zeitspanne stattgefunden hat: Technik, Bevölkerungswachstum und Wirtschaft prägen das Leben immer stärker; damit ist auch der Verbrauch der natürlichen Ressourcen stetig gestiegen. Inzwischen weiss man, dass gewisse Bereiche - nicht zuletzt unsere Gebirgswelt - besser geschützt werden sollten. Heute setzt man sich immer mehr dafür ein, eine nicht eben leichte Aufgabe, da in diesem Bereich sehr gegensätzliche Interessen aufeinandertreffen.

Im Rahmen der Etzel-Zusam-menkünfte hatten Natur- und Landschaftsschutzthemen schon immer einen hohen Stellenwert: Mit dem Re- Im Aufstieg zum Etzel: Blick Richtung Süden gegen den Sihlsee zum Gebiet des Hoch Ybrig und der Zentralschweizer Alpenoffene Diskussion und Bereitschaft zur Veränderung des Verhaltenskonsequentes Bekenntnis zu ökologischer Optimierung, vor allem in bezug auf Hütten, Mobilität und den Umgang mit der Landschaft, wobei der Leitgedanke eines « verantwortungsvollen Alpinismus » als Ideal über wirtschaftliche Interessen gestellt wirdBekenntnis zu einer Sportethik der Bescheidenheit, des « lächelnden Verzichts », bei dem Sicherheit vor Sicherung, Erlebnis vor Komfort, Eigenverantwortung vor Delegation kommtmutigeres und prägnanteres Auftreten gegen aussen in Fragen der alpinen Natur und Umwelt.

Der sehr lebendige und sich durch eine klare Standortbestimmung auszeichnende Vortrag wird mit grossem Applaus verdankt.

Kameradschaftlicher Ausklang Noch während an den adventlich geschmückten Tischen weiter diskutiert wird, werden die traditionellen und für ihre Qualität weitherum bekannten Bernerplatten aufgetragen. Das Essen wird durch das gemütliche Zusammensein, den Austausch von Erinnerungen aus der vergangenen Tourensaison und der Freude am alljährlichen Wiedersehen auf dem Etzel geprägt. Einige verweilen noch etwas, andere zieht es nach Hause. Was wird uns das nächste Treffen auf dem Etzel bringen?

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