Von der Rhone an die Maggia Erzählung einer Wanderung

«Wir wandern immerzu, nur jede Stunde einmal erlaubt uns unser Herr und Meister eine kleine Pause von zehn Minuten. Wenn ich damals aus der Vogelschau die Berge hätte übersehen können, die uns noch von unserem Ziel trennten, was hätte ich wohl getan? Wie gut, dass ich es nicht wusste.»

Wir, das sind die Westschweizer Schriftstellerin S. Corinna Bille und ihr zehnjähriger Sohn Blaise. Der Herr und Meister ist der Walliser Schriftsteller Maurice Chappaz, Ehemann und Vater der beiden, die froh um jede Pause sind. Das Ziel liegt in Cevio im Tessin, gestartet sind sie in Fiesch.

Die Wanderung führt nach Binn, über den Albrunpass nach Italien, über den Scatta-Minoia-Pass ins Val Formazza, über die Hendar Furggu nach Bosco-Gurin und endlich hinab ins Maggiatal. Fünf lange Wandertage unterwegs auf Walserpfaden, zu Fuss von der Rhone an die Maggia im August 1954. A Pied du Rhône à la Maggia erschien erstmals 1957. Endlich liegt der präzise und poetische Wanderbericht auf Deutsch vor, verschönert mit Fotos von S. Corinna Bille, die sie unterwegs machte.

Hilde Fieguth übersetzte und erläuterte den Text. Andreas Weissen fügte eine Einladung zum Nachwandern bei, mit allen nötigen touristischen Infos. Denn hat man den Bericht gelesen, so möchte man am liebsten gleich den Rucksack packen.

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