Wilde Route am Scheideggwetterhorn

Für diejenigen, die Abenteuergelände suchen, haben Denis Burdet und Nicolas Zambetti mit Into the Wild eine neue Route in der bislang unerschlossenen Nordwestwand des Scheideggwetterhorns ( 3361 m ) eröffnet. Der Zustieg allein dauert mehrere Stunden und setzt fundierte alpine Kenntnisse voraus, auch wenn die steilen Passagen mit einzelnen Bohrhaken gesichert sind. Aber die Felsqualität mit einigen engagierten Passagen rechtfertige die Mühen allemal, sind sich die Erschliesser einig. Der Name der Route ist übrigens als Hommage an den gleich namigen Film gedacht. Das wenig begangene Gelände hat laut Burdet und Zambetti aber auch noch seine Tücken, es seien einige lose Blöcke bei der Erstbegehung aus der Wand geräumt worden. Sie hoffen aber, dass der Winter sein Übriges tue. a Redaktion Infos zu Into the Wild Lage Scheideggwetterhorn, Nordwest-Wand ( BE ) Länge und Schwierigkeit 450 Meter, 10 SL, 7b+ ( 7a obl. ) Erstbegehung Denis Burdet und Nicolas Zambetti vom 5. bis 7. August 2009 Anreise Mit dem Auto oder öV bis Grindelwald. Auto auf dem bezahlten Parkplatz des Hotels Wetterhorn parkieren. Von Grindelwald mit dem Bus bis zum Hotel Grosse Scheidegg Zustieg Von der Grossen Scheidegg zunächst 500 Meter nach Nordwesten entlang eines Zaunes absteigen, bis man einen Pfad findet, der nach rechts zu den Felsen hin abzweigt. Ca. auf 1900 Meter zum Fels queren, bis man über ein Kiesfeld auf Stein trifft ( ca. 50 m bevor man unterhalb des grossen Schneefelds steht ). Dort einen gesicherten Steig hoch zum Einstieg, Details auf www.nicolaszambetti.ch. Dauer ca. 4 Stunden.

Abstieg Abseilen über die Route, eingerichtet für 60-Meter-Seile Material Seile 2360 m, 12 Express, Friends 0,4 à 2 Biwak Es ist möglich, die Route in einem Tag zu begehen. Besser ist es aber, eine Nacht im Biwak zu verbringen. Evtl. gibt es wegen vorgängigen Regens sogar Wasser ca. 50 Meter Richtung Westen. Achtung vor Gewittern!

Karte Blatt LK 1 :25 000, 1229 Grindelwald Mehr Infos www.nicolaszambetti.ch

50 m 55 m 60 m 50 m 60 m 50 m 40 m 40 m 50 m Foto: Nicolas Zambetti

Wissenschaft und Bergwelt

Scienza e mondo alpino

Feedback