Youth und C-MAX Climbing Cup 2005. Rückblick auf die zweite Saisonhälfte

Youth und C-MAX Climbing Cup 2005

Stimmungsvoll ging am 15. Oktober 2005 die Wettkampfsaison der Sportkletterer zu Ende. In der neuen Halle des Kletterzentrums Magnet in Niederwangen wurden die Schweizer-meistertitel in der Disziplin Lead und die Cup-Pokale 1 vergeben.

Natürlich waren alle gespannt auf die neue Wettkampfhalle im Kletterzentrum Magnet. Und sie begeisterte mit ihrer grosszügigen Ambiance und den zusätzlichen gut 700 m 2 neuer Kletterfläche. 2 Spätestens als Cédric Lachat, auf dem Weg zum Schweizermeistertitel und Cupsieg, am Ende des langen und steilen Überhangs gemütlich im Magnesiabeutel kramte, kurz bevor er im Licht der Scheinwerfer mit elegantem Spreizzug in die Seitenwand glitt, waren die zahlreichen Kletterbegeisterten im Saal einfach glücklich. Die Resultate der Schweizer Meisterschaft finden sich im Internet unter www.digitalrock.de.

Als wären die Griffe Magnete

Mit jährlich fünf Wettkämpfen bzw. sechs in der Kategorie Jugend fällt für die Cup-Wertung jedes Resultat ins Gewicht, werden doch mit jedem Wettkampf wertvolle Punkte gesammelt. Das könnte Druck auf die Wettkampfteilnehmer/in-nen ausüben. Doch diese klettern – und erbringen insgesamt ihre den Erwartungen entsprechenden Leistungen –, als wären die Griffe mit Magneten ausgerüstet und sei Stürzen unmöglich, trotz schwierigster Routen, Publikum im Rücken und blitzenden Kameras. Das Gesamtklassement hatte sich nach den letzten Wettkämpfen in Sumiswald und Winterthur nicht verändert, sondern vielmehr bestätigt: insgesamt konstante Leistungen und ein in Bezug auf das Kletterniveau gut verteiltes Feld der Teilnehmer. Die in der Endwertung punkte-mässig besten Kletterer sind auch die vielseitigsten, da für das Gesamtklassement die drei Disziplinen Lead, Speed und Bouldern gewertet werden.

1 Der Youth Climbing Cup ist die nationale Wettkampfserie für die Kategorien Minime ( 10- bis 13-Jährige ), Jugend B ( 14- und 15-Jährige ) sowie Jugend A ( 16- und 17-Jährige ) und umfasste 2005 sechs Wettkämpfe. Der C-MAX Climbing Cup, der sich an die Erwachsenen ab dem 16. Lebensjahr richtet, umfasste fünf nationale Wettkämpfe. Die Schweizer Meisterschaft ist Teil beider Serien. 2 Die neue Halle wurde am 11.11.2005 eingeweiht. Die Finalisten der Schweizer Meisterschaft im Lead von Mitte Oktober 2005 in der Kletterhalle Magnet. Sie hatten die Ehre, als Erste die Wände der neuen Halle zu erklimmen.

Foto: Charles Mori Blick in die neue Halle des Kletterzentrums Magnet Niederwangen, mit der sich die Grundfläche verdoppelt hat.

Foto: Charles Mori Alexandra Eyer, der weibliche Star der Schweizer Sportkletterszene: Sie gewann die Schweizer Meisterschaft und alle Wettkämpfe des C-MAX Climbing Cups 2005.

Foto: Felix Fr ey

Kopf an Kopf

Die Favoriten der Kategorien Elite und Open des C-MAX Climbing CupsAlexandra Eyer aus Zürich und Cédric Lachat aus Porrentruy in der Elite, Annamarie Zollinger aus Zürich und Michael Bühler aus Krattigen in der Kategorie Open – kletterten oben weg und heimsten die Titel ohne Probleme ein. In den Jugendkategorien ( Youth Climbing Cup ) waren die Unterschiede kleiner, weshalb die Platzverteilung bis zum Schluss spannend blieb. In der Kategorie Jugend B Herren, Jg. 1990/91, beispielsweise lieferten sich Julien Joliat, Thibaut Mauron und Manuel Kallen das ganze Jahr über ein wahres Kopf-an-Kopf-Ren-nen, das Joliat aus Biel trotz des 4. Ranges im Kletterzentrum Magnet knapp für sich entscheiden konnte. In der Kategorie Minime Herren, Jg. 1992 und jünger, musste der Sieger im so genannten Superfinale ermittelt werden: Ein Exploit ohnegleichen beförderte hier Sämi Gnägi aus Aegerten unter grossem Applaus auf den ersten Platz. Auch in der Kategorie Jugend B Damen bliebs spannend: Ramona Wäger aus Chur erfüllte die Erwartung eines fehlerfreien Durchgangs und durfte den Cup-Pokal entgegennehmen.

Die « jungen Wilden »

Ein Duell lieferten sich die « jungen Wilden » Christina Schmid aus Neuenegg und Anouk Piola aus Plan-les-Ouates, die aufgrund ihrer herausragenden Leistungen in diesem Jahr bereits die Kategorie Elite aufzumischen begonnen hatten. Sie dominierten die Kategorie Jugend A Damen seit Saisonbeginn und räumten in Niederwangen auf den Plätzen 1 und 2 ab, wobei sich Schmid als die zurzeit Stärkere durchsetzen konnte. Etwas weniger Nerven brauchte Léon Genecand aus Genf. Dank einer eindrucksvollen Siegesserie während der ganzen Saison konnte er seine hartnäckigen Verfolger auf Distanz halten und wurde in der Kategorie Jugend A Herren, Jg. 1988/89, Erster.

Angesichts dieser Resultate können die Verantwortlichen der Wettkampf-szene Schweiz stolz auf ihre Arbeit sein. Die Leistungsdichte ist die Frucht einer jahrelangen Aufbauarbeit im Wettkampfsport, von der auch die Zuschauer profitieren: je besser das Feld, desto spannender und abwechslungsreicher die Wettkämpfe und die Sieger. Dies sicher auch ganz im Sinn der Sponsoren, von denen die Austragungen letztlich abhängen. Mögen den Vorstössen der « jungen Wilden » in die Elite noch möglichst viele folgen. a Charles Mori, Eber tswil Michael Bühler aus Krattigen wurde Schweizer Meister im Lead. Gleichzeitig war er 2005 Erster der Kategorie Herren im C-MAX Climbing Cup.

Fotos: Felix Fr ey Das Vorbild aller Schweizer Kletterer schlechthin: Cédric Lachat, Nummer 1 der Schweiz und drittbester internationaler Athlet in dieser Saison Schweizer Meisterin bei den Minime wurde die Jurassierin Katherine Choong. Manuela Sigrist aus Steffis-burg/BE ( l. ) und Petra Klingler aus Bonstetten/ZH landeten punktegleich auf dem zweiten Platz – womit die Podestbauer nicht gerechnet hatten.

Bei den 10- bis 13-jährigen Knaben ( Minime ) holte sich Sämi Gnägi aus Aegerten/BE im Superfinale den Schweizer-Meister-Titel vor Kevin Heiniger aus Schwarzenbach/BE und Léon Genecand aus Genf.

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