Zapporthorn

Der Name des Zapporthorns zuhinterst im Calancatal wirkt auf den ersten Blick italienisch. Wie viele Gipfel wurde auch dieses Horn nach einem darunterliegenden Alpgebiet benannt – Zapport liegt aber zuhinterst im deutschsprachigen Rheinwald. Verständlich wird der Name im Vergleich mit ähnlichen Bildungen: Weiter unten im Tal gibt es den Flurnamen Zahütta und im Prättigau eine Wiese Zagädma, deren Ursprung das Wort Hütte bzw. Gadem (Stall, Scheune) in der Mehrzahl Gädme ist. Das Za- dieser Namen ist die Präposition zu, abgeschwächt ze oder z, die im Dialekt heute noch statt in für Ortsangaben verwendet wird: z Bärn wone und z Basel schaffe (in Bern wohnen und in Basel arbeiten). Weil Zapport, Zahütta und Zagädma alle in Gebieten mit altertümlichen Walserdialekten liegen, wurde das Zu- dieser Namen nicht zum Z- abgeschwächt, sondern blieb als Za- erhalten. Es heisst darum nicht Zbord, sondern Zapport – und das bedeutet einfach am Bord, ­Abhang.

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