Zu einseitiger Blickwinkel

Zum Beitrag « Bergsport und Verkehr » ( ALPEN 2/98, S. 46 ff. ) Die Publikation eines Artikels dieser Art, mit teils sehr einseitig gehaltenen Statistikzahlen, umstrittenen Ökobonusforderungen, Auslassung der Kostenfolgen, vorgeschlagenen Verhaltensweisen und dergleichen mehr kann nicht unwidersprochen hingenommen werden.

Soll der SAC zu einem Ableger von Umweltfundamentalisten und deren politischen Moden werden? Ich glaube kaum, dass das dem Wollen der Mehrheit im SAC entspricht.

Beim Durchgehen des betreffenden Artikels stellen sich auch ganz konkrete Fragen, so u.a. auf welcher Auslastung die Angabe des Energieverbrauchs im ÖV-Mix basiert und wieviel eine Tagestour bei ÖV-Anrei-se am Vortag ( womöglich mit Einsatz eines Taxis ), d.h. unter Berücksichtigung aller Faktoren, kostet. Ich wage zu behaupten: sicher nicht weniger als 100 Franken pro Person. Ist das vernünftig?

In der NZZ Nr. 53 ( vom 5.3.1998 ) erschienen zum Thema Transport zwei fundierte Artikel. Auch wenn die Autoren dieser Beiträge von einer andern Seite an die Sache herangehen und daher die Zahlen unter ihrem Blickwinkel darzustellen versuchen, sind ihre Zahlenangaben zumindest viel besser nachvollziehbar als die im erwähnten ALPEN-Artikel.

Weiter gilt es zu bedenken, dass die Verfechter des « Verbietens » heute in Mode sind. Es gibt auch Leute, die uns das Tourengehen verbieten wollen, weil das die Natur belastet und die Tiere stört. Dies mag gegebenenfalls sogar stimmen, nur, was werden die Leute tun, wenn solche ( und andere ) Verbote durchkämen? Ich will kein Mitglied einer Verbotsge-sellschaft werden und werde jeder Organisation, die sich dahingehend entwickelt, den Rücken kehren.

Harald Nave, Egg

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